Gemeinsam für die Zukunft

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Gemeinsam für die Zukunft| 01.03.2024

Anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung am Mittwoch, 28. Februar 2024, erklärte Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der BTU Cottbus-Senftenberg: „Ich freue mich über die Verstetigung unseres ohnehin partnerschaftlichen Miteinanders, das wir bereits seit vielen Jahren pflegen. Vor allem für unsere Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen bieten die Branitzer Parklandschaft, die Sammlungen und die denkmalgeschützten Gebäude wichtige Anwendungsfelder.“ Anknüpfungspunkte gibt es viele, herausragende Themen und Disziplinen sind zum Beispiel Denkmalpflege, Architektur, Bau- und Kunstgeschichte, Energie und Klima, Umweltwissenschaften oder Nachhaltigkeit. „Diese Kooperationsvereinbarung bildet eine gute Grundlage für die Intensivierung gemeinsamer Projekte in unseren Profillinien ,Globaler Wandel und Transformationsprozesse‘ sowie ,Energiewende und Dekarbonisierung‘“, betonte Prof. Grande. Künftig wolle man auch gemeinsame Forschungsvorhaben auf den Weg bringen und realisieren.

Dr. Stefan Körner, Vorstand der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, sagte: „Innovation, Forschung und Zukunftsdrang gehören zur jahrhundertalten DNA von Branitz. Wir sind daher dankbar, vom wissenschaftlichen Know-how der BTU zu profitieren, zum Beispiel bei Forschungs- und Zukunftsthemen wie der Branitzer Baumuniversität als Modellprojekt zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels in historischen Gärten, beim Wassermanagement im Park und bei der Digitalisierung der Sammlungen.“

Die BTU Cottbus-Senftenberg und die Fürst-Pückler-Stiftung Branitz sind identifikationsstiftende Zentren der Wissenschaft, Forschung und Kultur im Land Brandenburg mit einer herausragenden Bedeutung für den Strukturwandel in der Lausitz und für die Stadt Cottbus. Auch der internationale Stellenwert von Branitz und die Internationalität der Studierenden der BTU sind verbindende Elemente und sollen gegenseitig weiter gestärkt werden. Die Zusammenarbeit ist in gemeinsamen Veranstaltungen sichtbar, so beteiligt sich die Stiftung am Programm des Gasthörendenstudiums „Wissen für Alle“ und als nunmehr fester Partner des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung der BTU.

Für 2024 gibt es gemeinsame Projekte zum Lehmbau in historischen Gärten und für künstlerisch-architektonische Planungen zu einem Pförtnerhaus in der Neuen Branitzer Baumuniversität, das als Nachbarschaftstreff dienen kann.

Gemeinsam für die Zukunft2024-02-29T15:35:58+01:00

Dicke Rauchschwaden über A15

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Dicke Rauchschwaden über A15| 28.02.2024

Für einen zweistündigen Stau auf der A 15 in Fahrtrichtung Berlin sorgte am Dienstag ab 16:00 Uhr ein Feuerwehreinsatz unweit der Anschlussstelle Cottbus-West. Der Auflieger eines LKW-Sattelzuges, der mit Stahl beladen war, geriet aus bislang noch nicht geklärter Ursache in Brand und musste gelöscht werden. Um den Einsatz abzusichern, waren zunächst alle Fahrspuren gesperrt worden. Die starke Rauchentwicklung war bis zum Kolkwitzer Ortsteil Hänchen feststellbar. Zur Höhe der Sachschäden liegen noch keine Informationen vor, der Fahrer war unverletzt geblieben. Nach einer halben Stunde war das Feuer gelöscht, so dass zunächst ein Fahrstreifen am Brandort vorbei freigegeben wurde. Die abgekoppelte Zugmaschine konnte aus eigener Kraft umgesetzt werden, um den Sattelauflieger auf dem Standstreifen kümmerte sich am Mittwochvormittag ein Abschleppunternehmen. Die Aufhebung der Verkehrswarnmeldung erfolgte kurz nach 18:00 Uhr.

Dicke Rauchschwaden über A152024-02-28T13:26:21+01:00

Norwegen lernt in der Lausitz

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Norwegen lernt in der Lausitz| 28.02.2024

Norwegen lernt die Lausitz kennen. Zehn norwegische Azubis sind aktuell in Cottbus zu Besuch. Sie wollen hier Berufserfahrung sammeln und schauen sich beispielsweise der der LWG, den Stadtwerken oder Cottbusverkehr um. Außerdem bekommen sie Sprachkurse und viele Einblicke in unsere Region. Es gibt viele Ausflüge so auch in den Tagebau Welzow Süd.

Norwegen lernt in der Lausitz2024-02-28T11:33:20+01:00

Auf frischer Tat ertappt

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Auf frischer Tat ertappt| 26.02.2024

Das falsche Haus für einen Einbruch hat sich am Montagnachmittag ein Mann in der Virchowstraße ausgesucht: Als ein Pärchen nach Hause kam, traf es im Keller auf einen Unbekannten, der dabei war, Gegenstände zum Abtransport bereitzustellen. Da beide Bewohner bei der Polizei arbeiten, erkannten sie einen Einbruch und der Mann gab sich als Polizist zu erkennen. Daraufhin flüchtete der Eindringling. Der Polizist nahm die Verfolgung auf und konnte den Flüchtigen in Höhe Friedrich-Ebert-Straße stoppen, wobei der sich zur Wehr setzte und den Beamten verletzte. Gemeinsam mit hinzugerufenen weiteren Beamten wurde der mehrfach polizeibekannte Mann fixiert. Die Kriminalpolizei hat nun die weiteren Ermittlungen übernommen.

Auf frischer Tat ertappt2024-02-28T10:15:22+01:00

Tankbetrug

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Tankbetrug | 26.02.2024

Der Polizei wurde am Sonntag kurz vor 14:00 Uhr ein Tankbetrug angezeigt, der in der Dahmestraße verübt worden war. Unbekannte hatten einen PKW MERCEDES ohne amtliche Kennzeichen mit Kraftstoff für mehr als 100 Euro betankt und verließen das Grundstück, ohne ihre Rechnung zu begleichen. Bei dem Versuch, das Auto aufzuhalten, erlitt ein 20-jähriger Angestellter Handverletzungen, die im Krankenhaus medizinisch zu versorgen waren. Im Rahmen der eingeleiteten Ermittlungen wurden Spuren und Beweismittel gesichert sowie eine Fahndung nach dem flüchtigen Fahrzeug eingeleitet.

Tankbetrug2024-02-26T13:26:35+01:00

Woidke in Guben

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Woidke in Guben | 26.02.2024

Brandenburgs Ministerpräsident war heute in Guben unterwegs. Er hat sich dort mit dem neuen Marschall von Lubuskie Marcin Jabłoński getroffen. Lubuskie ist eine Region in Polen mit rund eine Million Einwohner, die an Brandenburg grenzt. Marcin Jablonski leitet dort das Militär. Beim Treffen wurde sich ausgetauscht und die gemeinsame Polizeistreife in Guben und Gubin besucht.

Woidke in Guben2024-02-26T12:40:36+01:00

Tödlicher Unfall mit Radfahrer

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Tödlicher Unfall mit Radfahrer | 26.02.2024

Am Freitagabend ereignete sich gegen 20:00 Uhr ein tragischer Verkehrsunfall an der Kreuzung der Bundesstraße 320 und der Landstraße 46. Ein PKW BMW hatte hier aus bislang aus unbekannter Ursache im Kreuzungsbereich einen Fahrradfahrer erfasst. Der 58-jährige Mann wurde dabei
schwer verletzt und verstarb noch am Unfallort. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zum genauen Unfallhergang und der Unfallursache werden durch einen
Sachverständigen der DEKRA unterstützt. Das Auto und das Fahrrad wurden dafür sichergestellt.

weitere Meldungen:

Guben: Am Samstag, 24.02.24, gegen 19:45 Uhr gerieten ein 66-jähriger Mann und der 39-jähre Tatverdächtige in Streit, wobei der 66-jährige Mann
Verletzungen in Gesicht und Oberkörper erlitt. Eine Behandlung lehnte der Geschädigte ab. Der 39-jährige Tatverdächtige musste aufgrund seines Verhaltens
zur Ausnüchterung des Polizeigewahrsam Cottbus zugeführt werden. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Tödlicher Unfall mit Radfahrer2024-02-26T12:38:53+01:00

Move On am Piccolo Theater

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Move On am Piccolo Theater | 26.02.2024

Am Piccolo Theater Cottbus feiert ein neues Stück Premiere "Move On"

Jens Pittasch, Publizist für Kultur-Gesellschaft-Politik hat es sich angeschaut. Hier sein Erlebnisbericht:

Es geht los.“, flüstert es neben mir. Ich verstehe erst beim zweiten Mal, was gemeint ist: Das Stück geht los - mit einem Vorspiel direkt im Foyer des Piccolo-Theaters, zwischen den wartenden Gästen.
Tänzerinnen tauchen paarweise im Publikum auf. Jeweils eine kann nichts sehen, die andere nichts hören. Gegenseitig vermitteln sie sich im Tanz ihre Eindrücke, finden so gemeinsam Wege durch die Wartenden und leiten alle in den Saal.
Dort wird im Vordergrund ein immer wiederkehrender Tagesablauf in viele kleine Zeitschnipsel zerrissen. Eine große Box ist bereits gut gefüllt mit morgendlicher Eile und Routine. Im Hintergrund agiert die Gruppe in individuellem Ausdruck, aus dem doch das ewig Gleiche dieser Handlungen sichtbar wird. Die Zeit verrinnt in den Fingern, ohne Anfang, ohne Ende.
„Move On Move Over“ übersetzt sich mit „Weitermachen, Weitermachen!“ - im Tanztheaterstück der JugendTanzCompany des Piccolo Theaters findet sich die Endlosigkeit des Zeitflusses ebenso beeindruckend wieder, wie die Tatsache deren persönlicher Endlichkeit. Johanna Hoff und die jugendlichen elf Tänzerinnen bilden einerseits eine Referenz zu Michael Endes „Momo“, haben jedoch nicht die Absicht, die 300-Seiten-Geschichte zu erzählen. Stattdessen nehmen sie die Frage nach dem Umgang mit unser aller Zeit direkt aus ihrem Alltag und ihren Erfahrungen. Da ist die Eine, die ihre Routine liebt, da sind Andere, die Grenzen überwinden wollen, da stehen alle - mitten in einem Tanzstück - minutenlang still und schaffen ein äußerst eindrucksvolles Bild, durch das sie selbst und die verblüfften Gäste viel stärker sind als Michael Endes Graue Herren.
Ich weiß, ich habe es über alle Sparten des Piccolo-Theaters schon oft geschrieben. Doch jede Wiederholung ist immer wieder neue, immer wieder erstaunte und freudige Anerkennung dessen, was hier mit Kindern und Jugendlichen geleistet und geboten wird.
So auch bei „Move On Move Over“. Wie es Johanna Hoff gelingt, die heterogene Gruppe der 12- bis 20-jährigen Jugendlichen in ihren persönlichen Fähigkeiten und Ausdrucksmöglichkeiten zu fördern und zugleich die Kraft, Anmut und Synergie der Gruppe zu betonen, ist ein Erlebnis.
Und genau das ist auch die Arbeitsweise im Entstehungsprozess der Piccolo-Inszenierungen mit Kindern und Jugendlichen. Relevanz, gemeinsames Erleben und Freude stehen im Fokus der zugleich immer professionellen Arbeit. Auch hier haben Choreographin und Jugendliche ihr Tanzstück zur Zeit zusammen entwickelt und wird die dabei erreichte Identifikation auch auf der Bühne deutlich.
Musikauswahl, Licht und Bühnengestaltung geben dem Ganzen einen hervorragenden Rahmen und eine sehr gute Betonung und machen zugleich deutlich, dass ein Kinder- und Jugendtheater mit diesen Möglichkeiten ganz und gar keine Selbstverständlichkeit ist.
In nunmehr 33 Jahren hat das Piccolo in unserer Stadt einen generationsübergreifenden Wertekern geschaffen, dessen Bedeutung kaum hoch genug geschätzt werden kann.
Vielen Dank Euch allen!

Jens Pittasch

Es tanzen: Sedrat Almuntaha Abdul Rahman, Fine Langmeier, Viktoria Ulrich, Ella Zechel, Henriette Jähne, Meike Karstan, Alexandra Koar, Mariia Stasiukova, Amelie Traina, Kiara Kirajn und Sofia Bangeow

Move On am Piccolo Theater2024-02-26T11:35:05+01:00

Endstation Sehnsucht

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Endstation Sehnsucht - Neues Stück am Staatstheater Cottbus | 26.02.2024

Am Staatstheater Cottbus feiert ein neues Stück Premiere "Endstation Sehnsucht"

Jens Pittasch, Publizist für Kultur-Gesellschaft-Politik hat es sich angeschaut. Hier sein Erlebnisbericht:

Hinter einer Gaze ist die Bühne offen.
Was ich sehe, weckt sogleich eine unschöne Assoziation zu „Einer flog über das Kuckucksnest“ - gleich wird McMurphy (Jack Nicholson) die Heizung von der Wand reißen…
Oh nein, eine Heizung ist nicht da. Jack Nicholson auch nicht. Eine Frau sitzt im weiß-grauen Raum.
Noch bevor sich meine Gedanken in diese Richtung weiterentwickeln, lässt Martin Chaix (Choreografie) einen zum anfänglichen Bild starken Kontrast entstehen. Drei Tanzpaare bieten einen vollkommen fröhlichen Auftakt.

Die Vorlage zum Cottbuser Ballett liefert Tennessee Williams´ Drama „A Streetcar Named Desire“, wörtlich etwa: Eine Straßenbahn namens „Wunsch“. Bereits über den deutschen Titel streitet die Fachwelt trefflich, über die Interpretation des Stückes noch mehr.

Vielleicht kann man die Handlung vereinfacht als das Zusammenprallen von Kulturen erklären.
Was bereits den programmierten Aufschrei der Verharmlosung des frauenfeindlich-gewaltbereiten Verhaltens enthält, das die Handlung in einem wichtigen Teil bestimmt - und eben doch nur einen Auszug des Ganzen umfasst.

Williams´ Stück tänzerisch zu gestalten ist eine geniale Idee.
Gestattet es doch eine unglaubliche Tiefe der Empfindungen - unter gleichzeitiger Vermeidung aller durch Sprache entstehenden (Miss-)Verständnisse.

Ganz besonders gilt das für diese Cottbuser Umsetzung!
Bereits in den vergangenen Jahren entwickelte Dirk Neumann sein Ensemble zu einer Compagnie, die eine sehr weit über das Tänzerische hinausgehende Ausdrucksstärke zeigt.
Zugleich war das Ballett des Staatstheaters nicht nur in künstlerischer und wirtschaftlicher Hinsicht ein Anker- und Stabilitätsfaktor in teils verwirrenden Zeiten unseres Theaters, sondern ein internationales Qualitätsmerkmal für hochwertigste Kunst.
Tänzerinnen und Tänzer rund um den Globus streben an unser Haus und tragen den besten Ruf, den Dirk Neumann aufgebaut hat, in die Welt. Wo sonst kann Cottbus das bieten?

Dirk Neumann hat diesmal nicht selbst inszeniert, doch es ist sein Wirken, das wir erleben dürfen. Unter Leitung durch Dirk Neumann leider das letzte Mal - sein Vertrag wurde durch Intendanten Märki nach 19 Jahren nicht verlängert. Das zu kommentieren, gehört nicht hierher - doch als Cottbuser schäme ich mich.

Wie war das am Anfang? Kulturen prallen zusammen.
Und es fällt allzu oft schwer, daraus Konstruktives zu machen.

So erreicht uns auch Tennessee Williams Vorlage in einer Zeit der Konflikte, die man sich noch vor zehn oder auch fünf Jahren nicht vorstellen konnte.
Bei Williams treffen polnisch-stämmige Einwanderer auf in der Vergangenheit hängengebliebene Südstaatenaristokraten, trifft rücksichtsloses Streben nach persönlicher Macht und materiellem Vorteil auf eine Illusion der „besseren Gesellschaft“.

Damals wanderten Osteuropäer in großer Zahl nach Amerika ein.

Wir tun uns heute schwer damit, auf den Zustrom der Flüchtlinge aus verschiedensten Regionen zu reagieren.

Die Cottbuser Tanzfassung versucht keine Einreihung in die Vielzahl der Deutungen, sie erzählt eine Geschichte und überlässt die Einordnung des Erlebten den Besuchern.
Diese Erzählung verwendet komplexe Choreografien und intensive Bilder, die - ganz gleich, ob in tänzerischer Leichtigkeit erscheinend oder in exzessivem Ausdruck - äußerst anspruchsvoll sind und von Mitteln des klassischen Balletts bis zum Ausdruckstanz reichen.
Es ist großartig, mit welcher Souveränität und welchem Können unsere Tänzerinnen und Tänzer diese Anforderungen umsetzen.

Sicher keine leichte Aufgabe war die Musikauswahl, um das Drama zum Ballett werden zu lassen. Neben einigen Jazz-Titeln entschied sich Martin Chaix vor allem für Kompositionen von William Grant Still (1895-1978), einem US-Komponisten afroamerikanischer Herkunft.

Das Ergebnis ist, als könnten Handlung, Ausdruck, Choreografie und Klänge gar nicht anders, als schon immer zusammenzugehören: Ein getanzter Stummfilm in 3D, so lebendig, wie es ihn jedoch nur auf einer Bühne geben kann.
Die Wirkung ist tief. Als der Vorhang fällt, braucht es ein kurzes Aufatmen der Gäste, bis teils stehender Applaus und Jubel die Leistung belohnen.
Großartig!

Jens Pittasch

nächste Vorstellungen: 2.3., 17.3., 1.4., 14.4., 16.5., 7.6.

Endstation Sehnsucht2024-02-26T11:25:16+01:00

Holocaust-Überlebender spricht mit Schülerinnen und Schülern

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Holocaust-Überlebender spricht mit Schülerinnen und Schülern | 23.02.2024

Der Holocaust-Überlebende Ivar Buterfas-Frankenthal hat sich am Donnerstag, 22.02.2024, gemeinsam mit seiner Ehefrau Dagmar in das Goldene Buch der Stadt Cottbuseingetragen. Der 91-Jährige sprach in der Stadthalle mit knapp 1.200 Schülerinnen und Schülern aus Cottbusser und Lausitzer Schulen über seine Erlebnisse und Erfahrungen und schlug dabei ein Bogen ins Heute. Buterfas-Frankenthal: „Ich bin einer wenigen, die noch sprechen können
von dieser Zeit. Viele können das nicht mehr. Verziehen habe ich längst, vergessen werde ich nichts. Jetzt, mit 91, habe ich wieder Hoffnung, denn die Demokraten stehen auf! Die Generation holt jetzt das nach, was nach 1945 versäumt wurde: Aufarbeitung, Aufklärung.“ Tobias Schick - Politiker/ Oberbürgermeister von Cottbus: „Es gibt kaum noch Gelegenheiten, Zeitzeugen direkt fragen zu können. Viele, vermutlich sogar alle von euch sind in eine Demokratie geboren. Wir genießen die Freiheit zu sagen, was wir denken und fühlen. Ihr habt die Freiheit, eure Lebensentwürfe selber zu entwickeln und zu gestalten – neuerdings mit guten Chancen hier in der Lausitz -, ihr könnt, wenn ihr es wollt, eine Religion wählen oder einfach an keinen Gott glauben. Ihr lebt mit dem Privileg, keinen Krieg hier in Cottbus/Chóśebuz erleben zu müssen. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“ Ivar Buterfas-Frankenthal wurde laut einem Eintrag im Internetlexikon Wikipedia als Sohn von Artisten geboren, er wuchs in Hamburg auf. Seine Mutter war christlichen und sein Vater jüdischen Glaubens. Seine Großeltern väterlicherseits waren in Dresden Unternehmer in der Tabakindustrie. Kurz nach seiner Einschulung im Jahr 1938 musste Buterfas die Schule verlassen, da er „Halbjude“ war. Von den Nationalsozialisten wurde Buterfas die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen, er war fortan staatenlos und erhielt anschließend einen Fremdenpass, weshalb er sich regelmäßig bei den Behörden melden musste. Buterfas nannte das später „nach dem Judenstern die zweite Diskriminierung, die ich erfahren habe“. Buterfas-Frankenthal hat in den zurückliegenden 30 Jahren 1.570 solcher Veranstaltungen wie am Donnerstag in Cottbus/Chóśebuz absolviert.
Holocaust-Überlebender spricht mit Schülerinnen und Schülern2024-02-23T11:28:59+01:00
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