Die Bodenplatten sind gegossen, Handwerker haben Gerüste aufgestellt. Es ist deutlich zu sehen: Mitten in Graustein/Syjk befindet sich eine komplexe Baustelle. Heute Vormittag war die feierliche Grundsteinlegung. Es geht dabei um die Sanierung der Bestandsgebäude sowie den Neubau einer Kita, einer Fahrzeughalle für die örtliche Feuerwehr und die Teilsanierung des Dorfgemeinschaftshauses. Die Außenanlagen werden neu geplant und gestaltet.
Jens Schuster vom ausführenden Planungs- und Architekturbüro AIB GmbH aus Bautzen bedankte sich bei der Stadt Spremberg/Grodk und dem Ortsbeirat Graustein/Syjk für die bisherige zuverlässige Zusammenarbeit. In Zeiten, wo andere Gemeinden Kitas schließen müssen, sei es eine spannende Herausforderung, hier in diesem Spremberger Ortsteil eine Kita nach modernsten Maßstäben neu zu bauen.
Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier gab den Dank zurück und bezog da auch ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Fachbereich Planen und Bauen mit ein, die ja seit drei Jahren eng mit dem Planungsbüro sowie den Fördermittelgebern zusammenarbeiten. 2027 soll alles bezugsfertig sein. Darauf freuen sich am meisten die Kinder der ASF-Kita. Sie sangen ein Lied – in Deutsch und Sorbisch - und steuerten jede Menge selbstgebackenen Kuchen für die Anwesenden bei.
Der Neubau der Kita ist für max. 40 Kinder mit einer Bruttogrundfläche von 592 m² vorgesehen. Er besteht aus drei Gebäudeteilen. Neben Gruppenräumen für 30 Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt entsteht ein Krippenbereich. Zum Neubau gehören auch ein barrierefreies WC und eine Sauna für die Kinder. Auch der ehemalige Mehrzweckraum der Kita wird nicht wiederzuerkennen sein: Er wird saniert und steht dann Vereinen, der Feuerwehr oder der Dorfgemeinschaft zur Verfügung. Der Zugang zum Mehrzweckraum wird barrierefrei realisiert. Weiterhin erhält der Mehrzweckraum eine Beschallungsanlage und gewährleistet so auch die Umsetzung von Feierlichkeiten sowie Schulungsmöglichkeiten. Die Beheizung erfolgt wie schon bei der Kita über eine Wärmepumpe und eine PV-Anlage. Das Bestandsgebäude der Feuerwehr wird modernen Anforderungen der Feuerwehr angepasst. Es erhält neue Umkleiden, Räume für die Jugendfeuerwehr, einen Aufenthaltsraum mit Küchenzeile, eine Werkstatt und ein Büro für den Ortswehrleiter. Die beiden Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge werden an das Altgebäude als neue Halle mit direktem Zugang realisiert. Im Dorfgemeinschaftshaus wird die komplette Heizungsanlage des DGZ untergebracht. Hierzu wird der vorhandene Keller tiefergelegt.
Vom Dachdecker über Lüftung/Heizung/Sanitär, Geothermie oder Heizungsanlage sind vorrangig regionale Firmen vor Ort. Die Baumaßnahme wurde im November 2025 begonnen und soll im Frühjahr des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 5,7 Millionen Euro. Das Bauvorhaben wird gemäß der Richtlinie des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER mit insgesamt 1,9 Millionen Euro gestützt.