Falschfahrer sorgt für Vollsperrung

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

Falschfahrer sorgt für Vollsperrung| 23.01.2026

Durch Beamte der Bundespolizei wurde die Autobahnpolizei am Donnerstag gegen 16:30 Uhr über einen Falschfahrer mit einem PKW MITSUBISHI auf der BAB 15 zwischen Vetschau und der Grenze informiert. Gleichzeitig war die Anschlussstelle Cottbus-West in Fahrtrichtung Berlin durch einen weiteren Funkwagen voll gesperrt worden, um den Verkehr in diesem Abschnitt zu reduzieren. Dennoch kam es zu dieser Zeit bereits zu einem ersten Auffahrunfall unweit des Rastplatzes Eichower Fließ, wo nach einer Gefahrenbremsung ein PKW VW und ein SKODA zusammenstießen. Verletzt wurde hier niemand und die Autos blieben trotz vierstelliger Sachschäden fahrbereit. Der Fahrer des MITSUBISHI setzte seine Tour fort und kollidierte seitlich mit einem VW Crafter, was weitere Sachschäden zur Folge hatte. Im Bereich der einspurigen Autobahnbaustelle unweit der Ausfahrt Roggosen konnte der Falschfahrer schließlich gestoppt und von der Autobahn begleitet werden. Der 88-jährige Fahrer wurde ambulant im Rettungswagen versorgt, blieb aber äußerlich unverletzt. An dem Einsatz waren insgesamt vier Funkwagen der Bundes- und Landespolizei beteiligt, verletzt wurde niemand. Um 17:00 Uhr konnten die Verkehrswarnmeldung und die Sperrung der Autobahn aufgehoben werden. Weiterführende Ermittlungen zu den Ursachen des Fahrens in die falsche Richtung dauern bis zur Stunde an.

Falschfahrer sorgt für Vollsperrung2026-01-23T13:19:07+01:00

73-Jähriger ausgeraubt

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

73-Jähriger ausgeraubt| 22.01.2026

Am Mittwochabend ist der Polizei eine Raubstraftat angezeigt worden, die sich gegen 20:00 Uhr auf der Lipezker Straße Ecke Am Hechtgraben, in Cottbus, ereignet haben soll. Demnach hatte eine Gruppe junger Männer einen 73-jährigen Mann angesprochen und ihm seinen Rucksack entwendet. Die Täter hatten sich im Anschluss in Richtung Neuhausener Straße entfernt. Die Polizei leitete Ermittlungen ein, die mittlerweile die Kriminalpolizei übernommen hat. Der Wert des Raubgutes wurde mit einigen hundert Euro angegeben. Der Mann blieb unverletzt.

weitere Meldungen:

Die Feuerwehr und die Polizei sind am Donnerstag gegen 00:45 Uhr in die Neue Straße, in Cottbus,  gerufen worden. Im Hausflur eines Mehrfamilienhauses war ein Schuhregal in Brand geraten. Bewohner des Hauses hatten zunächst den Notruf verständigt und dann die Flammen selbstständig gelöscht. Ein Mann hatte dabei Rauch eingeatmet und wurde daher durch Rettungskräfte zur eingehenden Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die hinzugerufenen Polizisten sicherten Spuren und leiteten weiterführende Ermittlungen ein.

73-Jähriger ausgeraubt2026-01-22T13:15:16+01:00

32-Jähriger stirbt nach Wohnungsbrand

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

32-Jähriger stirbt nach Wohnungsbrand| 21.01.2026

Der bei einem Wohnungsbrand in Cottbus am 14.01.2026 schwer verletzte 32-jährige Mann ist seinen Verletzungen erlegen. Das teilte das Krankenhaus am Dienstag mit. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Brandursache dauern weiter an.

Ausgangsmeldung vom 15.01.2026:

Die Feuerwehr und die Polizei sind am Mittwochabend gegen 21:20 Uhr in die Sielower Straße gerufen worden. Anwohner hatten hier Rauch aus der Wohnung eines Mehrfamilienhauses bemerkt und den Notruf gewählt. Die Feuerwehr stellte in der Wohnung den bewusstlosen Mieter fest und retteten ihn aus der Wohnung. Rettungskräfte brachten den 32-Jährigen zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Gleichzeitig löschten die Feuerwehrkräfte die Flammen, so dass sie sich nicht weiter ausbreiten konnten. Die Wohnung selbst ist nicht mehr bewohnbar. Weitere Wohnungen waren nicht betroffen. Kriminaltechniker waren am Vormittag am Brandort, sicherten Spuren und leiteten Ermittlungen zur Brandursache ein.

32-Jähriger stirbt nach Wohnungsbrand2026-01-21T13:15:51+01:00

Erntekönig gesucht

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

Erntekönig gesucht| 21.01.2026

Anlässlich des 3. Kreis-Erntefestes des Landkreises Oberspreewald-Lausitz am 19. und 20. September 2026 in Ogrosen ruft der Landkreis Oberspreewald-Lausitz Hobbyfotografinnen und -fotografen zur Teilnahme am Fotowettbewerb unter dem Motto „Dorfkinder – überall zuhause“ auf. Gesucht werden kreative Motive aus dem Dorfleben – ob echte Dorfkinder jeden Alters, Kuh & Kalb, großer Trecker & kleiner Trecker oder Erdbeerpflanzen mit Ableger. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien lauf und schauen Sie sich zwischen Stadt und Land um.

Pro Person können bis zu drei Fotos digital eingereicht werden. Aus allen Einsendungen wählt der Landkreis 25 Bilder aus, die während des Kreis-Erntefestes ausgestellt werden.

Eine Jury kürt die drei besten Fotos, zusätzlich wählen die Besucherinnen und Besucher des Kreis-Erntefestes ihren Publikumsliebling. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 20. September 2026, auf der großen Bühne statt. Einsendeschluss ist der 19. August 2026.

Erntekönig gesucht2026-01-21T11:59:36+01:00

Spontan-Wette bringt 500 Euro

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

Spontan-Wette bringt 500 Euro| 21.01.2026

Im Rahmen der Eröffnung des BiFi-Werks von Jack Link’s am 18. Juli 2025 in Guben stand Ron Speelman, Supply Chain Director EMEA bei Jack Link’s, bei seiner Rede vor der Her- ausforderung, den anwesenden Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke entgegen der üb- lichen Etikette mit dem Vornamen anzusprechen. Aus dieser Situation heraus entstand im Kreis der Mitarbeitenden eine humorvolle Wette, aus der die spätere Spendensumme her- vorging. Ursprünglich belief sich die Summe auf 400 Euro. Bürgermeister Fred Mahro erhöhte den Betrag um weitere 100 Euro, sodass insgesamt 500 Euro für einen sozialen Zweck zur Ver- fügung standen. Wie Ron Speelman erklärte, sollten die Mittel gezielt Gubener Vereine und soziale Einrich- tungen unterstützen. Gerade solche Initiativen zeigen, wie wichtig es ist, dass Unternehmen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial Verantwortung für ihr regionales Umfeld über- nehmen. Im Dezember 2025 wurde die Spendensumme im Zuge eines Führungswechsels bei Jack Link’s offiziell an Bürgermeister Mahro übergeben. Bei diesem Anlass übergab der Interims- werkleiter Raphael Fiegler, der das BiFi-Werk in Guben erfolgreich in Betrieb genommen hatte, die Werksleitung an seinen Nachfolger Mateusz Woźniak. Die Aufgabe, das Geld sinnvoll aufzuteilen, übernahm Bürgermeister Mahro. Bereits am 09. Januar 2026 besuchte er zwei Einrichtungen in Guben, um die Spenden persönlich zu über- reichen. Eine Zuwendung in Höhe von 250 Euro erhielt die Kita „Waldhaus“, die sich in unmittelbarer Nähe zur BiFi-Fabrik befindet. Die stellvertretende Leiterin Ramona Hannaske nahm den Scheck mit großer Freude entgegen. Weitere 250 Euro gingen an den Dorfclub Deulowitz e. V. Der Vereinsvorsitzende Stefan Kühn bedankte sich für die Unterstützung und versicherte, dass die Spende gezielt für einen sinnvollen Zweck im Vereinsleben ein- gesetzt werde. Soziales Engagement von Unternehmen stärkt nicht nur Vereine und Einrichtungen, son- dern auch den Zusammenhalt in der Region.

Spontan-Wette bringt 500 Euro2026-01-21T11:57:28+01:00

Heiratswillige zieht´s nach Burg

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

Heiratswillige zieht´s nach Burg| 21.01.2026

Auf 146 Eheschließungen im Jahr 2025 schauen die fünf Standesbeamtinnen und ein Standesbeamter zurück; das sind fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. „Seit September sind wir wieder zu sechst und konnten mehr Brautpaaren das Ja-Wort abnehmen“, berichtet Lysann Pehla, die Leiterin des Standesamtes. In den Vorjahren musste wegen des unerwarteten hohen Personalausfalls ein Terminstopp verhängt werden.

48 Trauungen fanden im Trauraum im Burger Amtsgebäude statt, 14 auf dem Steinitzhof in Drebkau/Drjowk, je fünf im Kolkwitzer bzw. Neuhausener Trauraum. Ein großes Aushängeschild des Standesamtes Burg (Spreewald) sind die zahlreichen gewidmeten Trauorte, die ganz individuelle Wünsche erfüllen. Am beliebtesten war mit 13 Hochzeiten der Trauort „Zur Alten Schule“ in Burg-Kauper; gefolgt von der „Bleiche Resort & Spa“ mit neun sowie dem „Alten Backhaus“ in Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) und dem Milanhof in Guhrow/Góry mit je acht Trauungen. Fünf Mal wurde im Annemarie-Schulz-Haus Ja gesagt, zwei Mal in der Koselmühle in Glinzig/Glinsk und einmal im Schloss Laubsdorf.

Ganzjährig heiraten liegt im Trend. Trotzdem sind vor allem die Monate Mai bis September bei den Heiratswilligen sehr beliebt. Die Trausamstage im Bereich des Amtes Burg (Spreewald) in diesem Jahr sind deshalb schon ausgebucht. Paare, die dennoch unbedingt ihren Wunschtermin in der Eheurkunde stehen haben wollten, nutzten in der Vergangenheit deshalb die „Schreibtischhochzeit“. Früh am Morgen wurden sie am Schreibtisch im Standesamt vermählt. Anschließend folgten dann am selben Tag freie oder kirchliche Trauung. 20 Mal wurde 2025 auf diese Weise geheiratet.

Gern werden auch besondere Wünsche der Brautpaare erfüllt, „in einem Umfang, der umsetzbar ist“. So sollte eine Standesbeamtin die Ringe unter einem Stuhl verstecken. Der überraschte Gast durfte diese dann zum Ringwechsel übergeben. Die Traureden, die stets individuell gehalten sind, wurden schon mit Harry-Potter-Zaubersprüchen verwoben oder auf den „Herr der Ringe“ abgestellt.

Die Brautpaare selbst gestalten die Zeremonien mit besonderen Momenten: der Sohn, der die Ringe mit dem Elektrocar zum Trautisch bringt, die Braut, die mit dem Pferd angeritten kommt, das Paar, das in wendischer Tracht heiratet, weil es anschließend zur Fastnacht geht, ein anderes, das mit dem Unimog vorfuhr oder die Braut, die ein Lied über ihre gemeinsame Geschichte geschrieben und es einsingen lassen hat.

„Die Paare glücklich zu sehen, das macht unseren Beruf aus“, sagt Standesbeamter Thomas Städter.

Neben den 146 Trauungen gab es 2025 sieben Nachbeurkundungen für Ehen, die im Ausland geschlossen wurden; in den USA (z. B. Las Vegas), in der Ukraine, in Dänemark, in Griechenland und in Dubai.

Heiratswillige zieht´s nach Burg2026-01-21T11:40:17+01:00

Fußgängerin angefahren

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

Fußgängerin angefahren| 20.01.2026

Eine Fußgängerin ist am Montag gegen 13:50 Uhr in der Straße Am Steinteich, in Cottbus, von einem Auto erfasst und verletzt worden. Offensichtlich hatte eine VW-Fahrerin die 65-Jährige beim Abbiegen übersehen. Rettungskräfte brachten die Verletzte zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus.

Fußgängerin angefahren2026-01-20T13:47:11+01:00

Buchgeschenke für die Bibliothek

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

Buchgeschenke für die Bibliothek| 20.01.2026

Die Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus hat auf Initiative des Deutsch-Ukrainischen Vereins Cottbus e.V. mehr als 50 Bücher zeitgenössischer Autorinnen und Autoren in ukrainischer und deutscher Sprache für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erhalten. Die literarisch-musikalische Präsentation der Bücher am vergangenen Samstag in der Bibliothek gehörte zu den Höhepunkten der Zusammenarbeit von Mitgliedern der ukrainischen Gemeinde und der Bibliothek.

Erstmals dabei war Daniela Wedemeier, Belletristik-Lektorin der Bibliothek. Trotz Sprachbarriere war es für sie ein wichtiger, sehr emotionaler und kurzweiliger Vormittag. „Alles war mit so viel Liebe vorbereitet – von der Ausgestaltung des Raumes mit kunsthandwerklichen Dingen bis zur traditionellen Kleidung mancher Besucher. Dass sich die Menschen ein Stück Heimat in die Bibliothek geholt haben, das war zu spüren.“ Neben der Vorstellung einiger Autoren und Bücher gab es eine zweisprachige Powerpoint-Präsentation, Akkordeon-Musik des Preisträgers ukrainischer und internationaler Wettbewerbe Vasyl Kravchuk, Gesang, ein performtes Gedicht und kurze filmische Musikbeiträge. Das Interesse war groß, etwa 40 Besucher kamen. Für taubstumme Besucher sorgte eine Gebärdendolmetscherin für einen besonderes Erlebnis.

Wenn alle Geschenke ausleihfertig bearbeitet sind, stehen den Bibliotheksnutzern auch Bücher ukrainischer Gewinner europäischer Literaturwettbewerbe und deutscher Schriftsteller, die über die heutige Ukraine geschrieben haben, zur Verfügung.

Initiatoren der seit dem Sommer 2024 andauernden Zusammenarbeit sind die ukrainische Schriftstellerin Nataliia Hraivoronska-Mammadova und die ukrainische Journalistin Yulia Putintseva.

Buchgeschenke für die Bibliothek2026-01-20T13:45:05+01:00

Fahrer flüchten auf A15

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

Fahrer flüchten auf A15 | 19.01.2026

Beamte der Bundespolizei riefen am Sonntag gegen 11:00 Uhr die Autobahnpolizei, da an ihrer Kontrollstelle unweit der Ausfahrt Forst der Fahrer eines Kleinwagens beschleunigte, statt anzuhalten. Der Mann stoppte den TOYOTA einige hundert Meter später auf dem Standstreifen und versuchte, zu Fuß zu fliehen. Dies konnte vereitelt werden und die weitere Kontrolle brachte den Grund für seine Flucht. Nicht nur, dass der 42-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war, am „Yaris“ waren falsche Nummernschilder montiert, was eine Anzeige wegen der Urkundenfälschung nach sich zog. Abfragen in den Fahndungsdateien ergaben, dass das Auto in der voran gegangenen Nacht in Hamburg gestohlen worden war. Der Fahrer wurde festgenommen, das Fahrzeug sichergestellt. An gleicher Stelle wurde die Kontrolle fortgesetzt und war gegen 17:00 Uhr nochmals erfolgreich. Wiederum war es ein TOYOTA-YARIS, dessen Fahrer unvermittelt auf dem Standstreifen anhielt und zu Fuß flüchtete. Die umgehend eingeleitete Fahndung führte jedoch nicht zu seiner Feststellung. Auch in diesem Fall waren falsche amtliche Kennzeichen montiert, da der Kleinwagen in Moers (Nordrhein-Westfalen) gestohlen worden war. Die Originalkennzeichen lagen noch im Wageninneren. Wiederum wurde ein Abschleppdienst zur Sicherstellung gerufen. In beiden Fällen hat inzwischen die Kriminalpolizei weiterführende Ermittlungen übernommen.

Fahrer flüchten auf A152026-01-19T13:35:18+01:00

Gewalt-Gipfel in Cottbus

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

Gewalt-Gipfel in Cottbus | 16.01.2026

Der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick hat sich am Freitag mit Brandenburgs Innenminister René Wilke und Bildungsminister Steffen Freiberg getroffen. Dabei ging es um die Situation im Stadtteil Sachsendorf und Gewaltvorfälle an Cottbuser Schulen. Erörtert wurden beispielsweise aufenthaltsrechtliche Maßnahmen bei Familien mit Migrationshintergrund, aber auch die Sicherheit auf Schulhöfen, Schulwegen und im Stadtteil Sachsendorf. Ziel ist ein „Cottbus-Gipfel“ im Frühsommer.

Innenminister René Wilke: „Die vergangenen Wochen waren für die Stadt und die Cottbusser Stadtgesellschaft sehr fordernd. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister, den engagierten Kolleginnen und Kollegen der Stadt und den Häusern der Landesregierung haben wir alle Möglichkeiten zur Unterstützung ausgelotet. Entstanden ist ein umfangreiches Maßnahmepaket aus repressiven, präventiven und landesweit ordnenden Elementen, das bereits Wirkung entfaltet. Dieses Paket kann und wird als übertragbares Vorbild für vergleichbare Fälle in unserem Land dienen. Denn es geht hier um Cottbus. Aber es geht auch um das gesamte Land. Insbesondere Schulen müssen sichere Orte sein, die der guten Entwicklung und Reifung unserer Kinder dienen. Nicht nur, aber auch die Situation in Cottbus und anderen Städten hat mich dazu veranlasst, eine Maßnahme umzusetzen, die in der Migrations- und Integrationspolitik eine wichtige Kurskorrektur bedeutet. Ich habe mein Ministerium beauftragt, die kreisspezifische Wohnsitzauflage einzuführen und deren Umsetzung zu forcieren. Es ist nicht integrationsfördernd und auch in der Lastenverteilung nicht gerecht, wenn die Zuweisung in einen Kreis letztlich fakultativ ist. Mit dem neuen Landesaufnahmegesetz wurde die Zuweisung neu geregelt und auf Menschen mit Aufnahme fokussiert. Mit diesem Schritt jetzt sorgen wir dafür, dass mehr Verbindlichkeit entsteht und sich Integrationsstrukturen auch mittel- und längerfristig zugewiesenen Menschen widmen und deren Begleitung und Integration ermöglichen können. Konzentrationseffekte wie wir sie in Cottbus und anderen Städten erleben, mit negativer Wirkung auf Integration und einen funktionierenden Sozialraum, sind auch durch zu große Freizügigkeit und mangelnde Steuerung entstanden. Das gilt es, mit den vorhandenen Instrumenten und im Sinne aller, die hier sind und die zu uns kommen, zu korrigieren.“

Bildungsminister Steffen Freiberg: „Der Stadtteil Cottbus-Sachsendorf sieht sich weiterhin mit Konflikten konfrontiert, die auch in die Schulen hineingetragen werden. Daraus entstehende Probleme, die nur von wenigen Personen verursacht werden, aber viele weitere betreffen, können nur gemeinsam gelöst werden. Gemeinsam mit dem Innenminister und dem Oberbürgermeister haben wir weitere Maßnahmen verabredet. Die schwierige Lage im Stadtteil hat sich über Jahre entwickelt. Eine dauerhafte Perspektive braucht daher kurz-, mittel- und langfristige Ansätze für die Sicherheit vor Ort und einen geordneten Schulbetrieb. Dazu gehören seitens der Schule z.B. temporäre Lerngruppen ebenso wie externe Unterstützungsmaßnahmen, um die Schulentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Sozialraum voranzubringen. Oberstes Ziel ist die Stärkung der Lehrkräfte und Schulen und ein sicheres Lernumfeld für die Schülerinnen und Schüler.“

Oberbürgermeister Tobias Schick: „Die Eltern haben ihre Forderungen nach Sicherheit und gleichberechtigte Bildungschancen für ihre Kinder sehr deutlich formuliert. Wir nehmen kein Blatt vor den Mund, um die Probleme zu benennen, aber wir arbeiten auch an Lösungen. Ich bin froh, dass wir das nun im Schulterschluss mit den beiden Ministerien sowie dem Staatlichen Schulamt des Landes gemeinsam weiter umsetzen. Eines meiner Ziele bleibt es, wiederholt straffällig gewordene Kinder zunächst zeitweise an anderen Schulen außerhalb der Stadt Cottbus/Chóśebuz zu unterrichten. Gebraucht werden langfristig Möglichkeiten besonderer Beschulungsformen für verhaltensauffällige Kinder außerhalb von Regelschulen.“

Zudem wird konkret die Schulleitung der Regine-Hildebrandt-Grundschule personell unterstützt. Die Möglichkeiten aus dem Start-Chancen-Programm sollen umfangreich genutzt werden. Gesichert werden sollen Präventionsprojekte an Schulen und die Migrationssozialarbeit im Stadtgebiet. Hierbei wird das Jugendamt der Stadt eng mit dem Staatlichen Schulamt und der Schule zusammenarbeiten.

Bei einem „Cottbus-Gipfel“ im Frühsommer sollen die langfristigen Aufgabenstellungen und weitere Lösungen sowie landesweit wirkenden Ansätze als mögliche Blaupause vertieft besprochen werden. Dort sollen auch weiterführende Herausforderungen rund um das Thema Migration diskutiert werden. OB Tobias Schick bekräftigte am Freitag seine Forderung, dass sich die Gesellschaft darüber verständigen müsse, wie sie mit immer jünger werdenden Straftätern umgehen will und welche Ressourcen für Betreuung, Unterkunft, Bildung und Erziehung notwendig sind.

Die Gewaltvorfälle an Schulen bewegen die Stadt Cottbus/Chóśebuz und auch das Land Brandenburg. Nachdem die Problemlage im Sommer 2025 öffentlich wurde, sind nach gemeinsamer Beratung bereits eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht worden. So sind außergewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen, bspw. durch Einsetzung eines Sicherheitsdienstes, und die Prüfung verstärkter Videoüberwachung ergriffen worden. Seitens der Schule und des Schulamtes wurden die ordnungsrechtlichen Maßnahmen bis auf den Verweis von der Schule ausgeschöpft. Den betreffenden Eltern wurde mitgeteilt, dass weitere Regelverstöße den Verweis auf eine andere Schule nach sich ziehen und an ihre Pflicht zur Erziehung der Kinder erinnert.

Zudem bereitet die Schulleitung die Einrichtung temporärer Lerngruppen für besonders auffällige Schüler vor und wird Mittel aus dem Startchancenprogramm nutzen, um mit externer Unterstützung gemeinsam mit den Eltern die Situation in der Schule und im Umfeld zu verbessern. Das staatliche Schulamt und das MBJS begleiten die Schule eng und gewähren ihr jede mögliche Unterstützung. Dazu zählen auch zusätzliche finanzielle Mittel. Die Polizei hat mit einer Reihe repressiver und präventiver Maßnahmen wie Gefährderansprache, Schulhof- und Schulwegsicherung sowie der Bildung einer gesonderten Ermittlungsgruppe reagiert.

Wir sind uns einig: Bei den Themen Bildung sowie Ordnung und Sicherheit gibt es einen Schulterschluss zwischen der Stadt und den zuständigen Landesministerien.

Gewalt-Gipfel in Cottbus2026-01-16T13:51:34+01:00
Nach oben