Bund fördert Spitzensportstätten in Brandenburg

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Bund fördert Spitzensportstätten in Brandenburg  | 10.04.2026

Aufgrund des Beschlusses des Haushaltsgesetzgebers stehen dem Bund für Baumaßnahmen im Spitzensport ab 2026 zusätzlich 150 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung. Davon profitiert auch Brandenburg. Gemeinsam mit Mitteln aus dem originären Bundeshaushalt für Sport und Ehrenamt fördert der Bund in Brandenburg folgende Baumaßnahmen:

Cottbus, BSP Radsport BMX – Umbau Outdooranlage Parzellenstraße
Frankfurt (Oder), BSP Schießen – Umrüstung Schießstandelektronik
Kienbaum, KOPT – Neubau Ballspielhalle / Sanierung Schwimmhalle / (Ersatz-) Neubau Pavillons / diverse Modernisierungs-, Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen
Potsdam, BSP Kanu – Ersatzneubau und Erweiterung des Kanuzentrums.

Bund fördert Spitzensportstätten in Brandenburg2026-04-10T11:59:18+02:00

Newcastle-Verfügung endet am 11. April in Guben und Schenkendöbern

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Newcastle-Verfügung endet am 11. April in Guben und Schenkendöbern  | 10.04.2026

Die am 24. Februar 2026 erlassene Tierseuchenallgemeinverfügung zur Bekämpfung der Newcastle-Krankheit im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa wird mit Wirkung zum 11. April 2026 vollständig aufgehoben. Damit entfallen für die betroffenen Geflügelhaltungen die Pflicht zur Aufstallung von Geflügel und weiterer erlassener Maßregeln.

Die Tierseuchenlage hat sich in diesem Gebiet gegenwärtig beruhigt. Die durchgeführten amtlichen Kontrollen der Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter in dieser Schutz- und Überwachungszone verliefen im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa mit negativem Ergebnis. Es wurden in diesem Bereich keine Auffälligkeiten hinsichtlich der Newcastle-Krankheit festgestellt.

Um ihr Geflügel zu schützen, sollten alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter dennoch weiterhin die in der Tierseuchenallgemeinverfügung aufgeführten Biosicherheitsmaßnahmen einhalten. Dazu gehören insbesondere wirksame Desinfektionsmaßnahmen und die Einschränkung des Personenzugangs zu den Ställen, insbesondere von bestandsfremden Personen.

Geflügelhaltungen sind weiterhin meldepflichtig. Bei auffälligen Krankheits- oder Sterbefällen in einer Haltung ist umgehend das Veterinäramt des Landkreises unter veterinaeramt@lkspn.de oder telefonisch unter 03562 986-13999 zu informieren.

Newcastle-Verfügung endet am 11. April in Guben und Schenkendöbern2026-04-10T11:57:02+02:00

Abfallentsorgung bleibt nach Streik bei ALBA gestört

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Abfallentsorgung bleibt nach Streik bei ALBA gestört| 10.04.2026

Aufgrund des gewerkschaftlich initiierten Streiks beim Entsorgungsun- ternehmen ALBA konnte die planmäßige Abfallentsorgung am 02.04.2026, 04.04.2026 sowie am 07.04.2026 nicht durchgeführt wer- den. Somit musste der Müll stehenbleiben, weil Leerungen ausfielen. Aktuell gib es keine kurzfristige Lösung für eine schnelle Entsorgung – grundsätzlich erfolgt die Leerung der Abfallsammelbehälter erst am nächsten planmäßigen Termin. Daher sind die Bürgerinnen und Bürger gebeten, die Abfallsammelbehälter bis dahin wieder auf das Grundstück nehmen. Die Bürgerschaft ist aufgerufen, trotz der erschwerten Situa- tion die Abfälle nicht einfach auf die Straße zu werfen, sondern so weit wie möglich zurückzuhalten und zur nächsten Entsorgung wie gewohnt bereitzustellen. Die Sperrmülltouren werden sukzessive nachgefahren, dort kommt aber auch zu längeren Wartezeiten. Für Nachfragen zum Entleerungstermin und damit verbundenen Proble- men steht die ALBA unter Telefon 0355 75 08 700 zur Verfügung. Für Bürgerinnen und Bürger/Abfallerzeuger, die keine Möglichkeit der Zwi- schenlagerung haben, stehen Abgabemöglichkeit am Recyclingzentrum der ALBA bereit. Dabei handelt es sich um drei große Container für Rest- müll, Bioabfälle sowie Papier/Pappe. Diese zusätzlichen und kostenlos bereitgestellten Container von der ALBA bleiben nach derzeitigen Infor- mationen noch bis zum 22.04.26 stehen, jeweils werktags (Sonnabend bis 13:00 Uhr). Danach soll sich der der 14tägige Entsorgungszyklus für die Hausmülltonnen/Restabfallbehälter wieder eingestellt haben. Das Recyclingzentrum der ALBA befindet sich 200 Meter gegenüber der Einfahrt zur früheren Deponie Cottbus-Saspow, in der Lakomaer Chaus- see 5. Kontaktmöglichkeiten zur ALBA: Telefon: 0355 75 08 700.

Abfallentsorgung bleibt nach Streik bei ALBA gestört2026-04-10T11:51:57+02:00

Burg im Spreewald“ in die Welt tragen

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Burg im Spreewald“ in die Welt tragen | 10.04.2026

Bitte lächeln!“: Der neue Fotopunkt am Burger Festplatz lädt dazu ein, das Thermalsoleheilbad in die Welt zu tragen, und viele, viele Gäste und Einheimische machen davon sofort rege Gebrauch. Bürgermeister Bernd Ragotzky dankt dem Tourismusverein für dieses Geschenk an die Gemeinde: „Ich freue mich über das Engagement des Tourismusvereins, denn nur gemeinsam können wir die Herausforderungen unserer Zeit meistern und unseren schönen Ort nach vorn bringen.“

Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota). Schon vor rund zwei Jahren ist die Idee für den Fotopunkt bei einer Mitgliederumfrage aufgeworfen worden, erzählen Tanja Urban und Felix Dunkel vom Tourismusverein Burg und Umgebung e. V.. In den vergangenen Monaten wurden nun Standorte geprüft, ein Finanzierungskonzept erstellt, die Umsetzung geplant und eine Firma gesucht, die aus der Idee Wirklichkeit werden lässt. Aus welchem Material sollte der Schriftzug gefertigt werden? Die Mitgliederversammlung hat sich gegen Beton und Stahl ausgesprochen und den natürlichen Werkstoff Holz favorisiert. In der Cottbuser Firma Style Work ist der rund 8,30 x 2,20 Meter große Schriftzug gefertigt und nun am Festplatz neben der historischen Feuerwache aufgestellt worden. Frosch- und Schlangenkönig rahmen ihn ein. „In den nächsten Wochen wird noch das Beet umgestaltet“, berichtet Tino Meier vom Tourismusverein. Es wird neue Pflanzen geben, einen Heuschober, ein Bewässerungssystem und Beleuchtung. Auch Unterstützer des Projekts wurden gesucht und gefunden: „Wir danken dem Amt, der Gemeinde und der Sparkasse sowie allen weiteren Unterstützern, ohne die der Fotopoint nicht möglich gewesen wäre“, sagt Vereinsvorsitzender Veit Anders.

Kaum, dass der großformatige Schriftzug aufgebaut war, zückten die ersten Gäste schon ihre Kameras. „Burg im Spreewald“ werde so in die Welt getragen, sind sich die Mitglieder des Burger Vereins sicher. „Die beste Werbung ist die Weiterempfehlung“, meint Felix Dunkel.

Der Fotopunkt gehört zu den größten Einzelprojekten, die der Tourismusverein in den letzten Jahren initiiert hat. Die Burger Eisbahn, die nun ein Unternehmer verantwortet, wurde 2023/24 vom Verein ins Leben gerufen.

Burg im Spreewald“ in die Welt tragen2026-04-10T10:03:59+02:00

Umleitungen wegen Baustart der Seeachse

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Umleitungen wegen Baustart der Seeachse | 10.04.2026

Ab 13. April 2026 wird die Dissenchener Straße zwischen Muskauer Platz und Stadtring wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Die Buslinien 19, 21, 22, 28, 29 und 33 werden umgeleitet; die Haltestellen „Warmbad“, „Hans-Beimler-Straße“, „Dissenchener Straße“ und „Warschauer Straße“ entfallen.
Die Linien 21, 22 und die 29 (04:18 Uhr ab Peitz Busbahnhof) fahren über die Elisabeth-Wolf-Straße mit Halt an „Hermannstraße“, „Elisabeth-Wolf-Straße“, „Max-Grünebaum-Straße“ und „Peitzer Straße“.
Linie 19 verkehrt ab „Carl-Blechen-Park“ über „Georg-Schlesinger-Straße“ und Stadtring zur „An der Pastoa“.
Linie 33 fährt ab „Carl-Blechen-Park“ über „Georg-Schlesinger-Straße“ und Willy-Brandt-Straße zum „Vorpark“.
Die Linie 28 (07:14 Uhr ab „Am Park“) fährt ab „Vorpark“ über den Stadtring zur „An der Pastoa“.

Umleitungen wegen Baustart der Seeachse2026-04-10T09:56:12+02:00

Neue Linienführung der 47

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Neue Linienführung der 47 | 09.04.2026

Der Landkreis Spree-Neiße hat in seiner Funktion als Aufgabenträger des Regionalbusverkehrs zum 13. April 2026 eine erneute, dauerhafte Anpassung der Linienführung der Buslinie 47 festgelegt. Demnach hält die 47 wieder am Cottbus Center und an der Lagune.

Neue Linienführung der 472026-04-09T14:52:37+02:00

Garagenbrand in Cottbus

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Garagenbrand in Cottbus | 09.04.2026

Feuerwehr und Polizei wurden am Donnerstag kurz nach 04:00 Uhr zu einem Garagenkomplex in der Jamlitzer Straße gerufen. Dort brannte eine offenstehende Garage, die mit Unrat gefüllt war. Durch das Feuer wurde eine leere Nachbargarage in Mitleidenschaft gezogen. Gegen 05:00 Uhr konnten Polizei und Feuerwehr abrücken. Die Schadenshöhe hält sich mit einigen hundert Euro in Grenzen. Die Kriminalpolizei hat die weiterführenden Ermittlungen übernommen.

Garagenbrand in Cottbus2026-04-09T13:19:54+02:00

Die Lausitz wird zum Hotspot für die Batteriewirtschaft von morgen

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Die Lausitz wird zum Hotspot für die Batteriewirtschaft von morgen | 09.04.2026

Mit dem Start des Verbundprojekts „HERES – BTU-Kompetenzzentrum Hochtechnologie- und Energiematerialien und deren Recycling Senftenberg“ gründet die BTU Cottbus-Senftenberg eine im ostdeutschen Raum einzigartige Forschungsplattform für das nachhaltige Recycling technologisch essenzieller Materialien.

Bis Februar 2030 entsteht an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) ein leistungsstarkes Kompetenzzentrum, das Forschung, Industrie und Strukturwandel strategisch verbindet – und Brandenburg als eine Schlüsselregion der europäischen Kreislaufwirtschaft positioniert. Das Verbundprojekt HERES wird mit einer Summe von rund 13,6 Mio. Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

 Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle: „Nachhaltige Kreislaufwirtschaft statt linearer Ressourcenverbrauch – das ist das Gebot der Stunde, egal ob es um Energie, Wasser, Nährstoffe – oder Batterien geht. Mit dem Kompetenzzentrum HERES an der BTU Cottbus-Senftenberg entsteht eine Forschungsplattform, die die Lausitz als Schlüsselregion der europäischen Kreislaufwirtschaft positioniert. Wir als Land unterstützen die Lausitz im Rahmen der Strukturstärkung intensiv auf ihrem Weg zu einer europäischen Innovationsregion und setzen dabei ganz gezielt auf Wissenschaft und Forschung. So sieht erfolgreicher Strukturwandel ‚Made by future‘ aus.“

Strukturwandel trifft Zukunftstechnologie

Lithium-Ionen-Batterien sind in unserer modernen Welt zu allgegenwärtigen und mittlerweile unverzichtbaren Bestandteilen unseres Lebens geworden, angefangen bei Smartphones, Laptops, Elektrowerkzeugen, E-Bikes bis hin zu E-Autos und stationären Energiespeichern. Gleichzeitig stehen wir in der Verantwortung, die in den Lithium-Ionen-Batterien enthaltenen kritischen und wertvollen Rohstoffe nicht nur ressourcenschonend einzusetzen, sondern auch zurückzugewinnen und einer erneuten Nutzung zugänglich zu machen. Innovative Recyclingstrategien sind der Schlüssel für die Zukunft, um hohe Recyclingquoten zu erzielen und zugleich die Rohstoffsouveränität langfristig zu sichern.

Hier setzt HERES an: Das Kompetenzzentrum entwickelt in der ersten Förderperiode neue Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Recyclings von Lithium-Ionen-Batterien – von der Rückgewinnung der Materialien, über deren Prozessierung und Weiterverarbeitung bis zu den verschiedenen Möglichkeiten der Wiederverwendung. Ziel ist es, geschlossene Stoffkreisläufe zu etablieren und kritische Rohstoffabhängigkeiten deutlich zu reduzieren.

Projektleiter Jörg Acker, Professor für Physikalische Chemie an der BTU, betont: „Wir schaffen in Senftenberg eine innovative und ganzheitliche Forschungsinfrastruktur für die Rückgewinnung, die Aufarbeitung und den Wiedereinsatz von unterschiedlichsten Batteriematerialien und werden insbesondere die neuesten Entwicklungen der Batterietechnologien fortlaufend einbeziehen. Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Exzellenz mit industrieller Anwendbarkeit zu verbinden – und damit Wertschöpfung, know-how und den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Region zu halten.“

 

BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande: „Mit dem Kompetenzzentrum HERES schaffen wir Voraussetzungen, um innovative Lösungen für das Recycling technologisch essenzieller Materialien zu entwickeln und zugleich neue Wertschöpfungsperspektiven für unsere Region zu eröffnen. HERES steht beispielhaft für den Weg der BTU: Wir bringen wissenschaftliche Expertise, technologische Innovation und regionale Transformation zusammen. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur europäischen Rohstoffsouveränität, zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und zur Zukunftsfähigkeit der Lausitz.“

Die Lausitz wird zum Hotspot für die Batteriewirtschaft von morgen2026-04-09T13:17:59+02:00

Deutsche Bank AG baut Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker in Spremberg ab

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Deutsche Bank AG baut Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker in Spremberg ab| 09.04.2026

Die Deutsche Bank AG hat die Stadt Spremberg/Grodk informiert, dass die Bargeldautomaten und Kontoauszugsdrucker der Deutschen Bank in Spremberg/Grodk zum 30. Juni 2026 abgebaut werden.

Auch wenn die ansässige Finanzagentur der Deutschen Bank im City-Center Spremberg (CCS), Am Markt 5, weiterhin Bestandteil des Filialnetzes sein wird, sind für diesen Standort keine Automaten oder Selbstbedienungsgeräte mehr vorgesehen.

Die Stadt Spremberg/Grodk hat sich an die Deutsche Bank AG gewandt und erklärt, dass sie diese Entwicklung für äußerst problematisch hält. Die Verfügbarkeit von Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern gehöre zur Mindestversorgung vor Ort. Gerade ältere Menschen, die nicht auf Online-Banking ausweichen können, sind auf eine wohnortnahe Bargeldversorgung angewiesen. Längere Wege in umliegende Städte stellen für viele Menschen eine erhebliche Mehrbelastung dar und schränken ihre Selbständigkeit im Alltag ein. Gleichzeitig hat die Stadt Spremberg/Grodk um Mitteilung gebeten, wie ggf. alternative Lösungen vor Ort aussehen.

Die Deutsche Bank AG hat erklärt, dass die Entscheidung endgültig sei und für die Sprembergerinnen und Spremberger eine Umstellung bedeutet.

Für die Bargeldversorgung zeigt die Deutsche Bank AG alternative Möglichkeiten auf:

  1. Cashback-Bargeldservice im Einzelhandel: Es kann bei Einkäufen in vielen Supermärkten und Drogerien ganz einfach Bargeld (bis zu 200 Euro) abgehoben werden. Als Beispiele werden LIDL, Netto-Marken-Discount und Aldi Nord genannt.
  1. Bargeld-Code über die App: Für Deutsche-Bank-Kunden besteht die Möglichkeit, über die App einen „Bargeld-Code“ zu erstellen. Mit diesem Code können innerhalb von zwei Stunden bis zu 999,99 Euro pro Tag in teilnehmenden Einzelhandelsgeschäften abgehoben und sogar eingezahlt werden. In Spremberg/Grodk sind dies unter anderem NKD, Penny, Rossmann-Drogeriemarkt.

Deutsche Bank AG baut Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker in Spremberg ab2026-04-09T12:41:48+02:00

Auftakt des Themenjahres FRAUENREICH Branitz zum 250. Geburtstag Fürstin Lucie Pückler

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Auftakt des Themenjahres FRAUENREICH Branitz zum 250. Geburtstag Fürstin Lucie Pückler | 09.04.2026

Mit einem Festakt eröffnete die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) heute das Themenjahr „FRAUENREICH“. Anlass ist der 250. Geburtstag von Gräfin Lucie Hardenberg-Reventlow, verheiratete Fürstin Lucie Pückler-Muskau (1776-1854), die im Mittelpunkt der diesjährigen Saison in Park und Schloss Branitz steht.

Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Kultur und der Familien von Pückler und von Hardenberg wurde deutlich, welche zentrale Lucie als intellektuelle Partnerin, gesellschaftlich bedeutende Persönlichkeit und gestalterische Impulsgeberin an der Seite des berühmten Fürsten Pückler hatte. Für die hochfliegenden Ideen des Fürsten, für die privaten Parkprojekte in Muskau und Branitz war Fürstin Lucie Pückler kluge und stringente Umsetzerin, weswegen sie als „Grüne Fürstin“ in die Geschichte einging.

Elke Gräfin Pückler unterstreicht die anhaltende Bedeutung der Fürstin für die Familie: „Lucie Pückler steht für unsere Familie bis heute für Haltung, Bildung und Gestaltungskraft. Es ist bewegend zu sehen, wie ihr Wirken heute von der Stiftung, den Gärtnern, Kuratoren und Unterstützern in Branitz neu gewürdigt wird.“

Brandenburgs Kulturstaatssekretär Tobias Dünow betont die Relevanz des Themenjahres: „Mit dem Themenjahr FRAUENREICH holt die Stiftung Lucie von Pückler aus dem Schatten ihres berühmten Mannes – zu Recht. Denn Lucie zeigt, dass hinter berühmten Namen oft stille Architektinnen stehen: Sie förderte, schützte und inspirierte ihren ‚Lou’ und prägte das ‚Gesamtkunstwerk Branitz‘, das die Stiftung heute bewahrt und erforscht. Lucie war eine der unkonventionellsten und originellsten Frauen ihrer Zeit. Mit FRAUENREICH feiern wir nicht nur das Wirken der Grünen Fürstin, die auch ohne ihren Gatten bedeutsam wäre. Wir setzen auch ein deutliches Zeichen: Frauen verdienen ihren Platz in der Geschichtsschreibung – und ihre Leistungen sind ein Auftrag für die Zukunft unserer Gesellschaft.“

 Vorstand der Stiftung, Dr. Stefan Körner: „Selbst an der Seite eines Dandys, wie Pückler oft genannt wird, steht also eine starke Frau. Daher trete ich dafür ein, den Stiftungsauftrag um den Namen der Fürstin Lucie Pückler zu erweitern. In unserem Leitbild leben wir dies bereits, wenn es dort heißt: ‚Wir erforschen und vermitteln das Erbe von Fürst und Fürstin Pückler‘. Die Stadt Cottbus geht bei dieser überfälligen größeren Ehrung mit gutem Beispiel voran und plant im 250. Geburtsjahr dieser bedeutenden Cottbuserin, die gerade in Bau befindliche und fast zwei Kilometer lange Seeachse zum Cottbuser Ostsee als Lucie-Pückler-Allee zu benennen.“

Kuratorin der Ausstellungen, Dr. Simone Neuhäuser ergänzt und berichtet zu den Highlights der Ausstellung: „Wir waren selbst überrascht, wie einflussreich die Fürstin in alle Bereiche des gestalterischen, gesellschaftlichen und auch politischen Lebens wirkte. Hierfür zeigen wir neben dem größten Exponat, der 660 Hektar großen Parklandschaft, bedeutende Objekte aus ihrem Besitz, die erstmals wieder nach Branitz zurückkehrten: ein restauriertes japanisches Lackkabinett, der wohl von Karl Friedrich Schinkel entworfene Pyramidensekretär der Fürstin, ihr Jugendbildnis sowie zahlreiche sonst nie gezeigte Briefe aus dem Familienarchiv. Das neu eingerichtete Arbeitszimmer der Fürstin zeigt anhand von Porträts, Ansichten und Objekten deren Kunstsinn und Netzwerk.“

Zum Auftakt des Themenjahres wurden zwei Sonderausstellungen eröffnet, die das Wirken der Fürstin Pückler und der ihr nachfolgenden Gräfinnen Pückler erfahrbar machen: Im Pleasureground lädt ab sofort die Open-Air-Ausstellung „Fürstin Lucie Pückler in Branitz“ dazu ein, an fünf Stationen die frühen Entwicklungsphasen des Parks nachzuvollziehen. Sie beleuchtet die ersten Umgestaltungen des Schlossumfelds und zeigt, wie entscheidend Lucie Pücklers Erfahrung und ästhetisches Gespür für die Herausbildung des Branitzer Gartenreichs waren.

Parallel dazu eröffnet im Schloss Branitz die Ausstellung „Die Dame/n des Hauses. Eine Spurensuche“ neue Einblicke in das Leben der Fürstin. Anhand von Möbeln, Asiatika, Gemälden und persönlichen Briefen entsteht ein facettenreiches Bild – von der wissbegierigen jungen Frau bis zur souveränen Gestalterin Branitz’. Zugleich richtet die Ausstellung den Blick auf weitere Frauen der Familie Pückler, die das Schloss prägten und nun verstärkt ins öffentliche Bewusstsein treten, darunter Louise Isabelle de Constant-Rebecque, die aus der Schweiz stammte, und Gräfin Ette Pückler, die die Wirren des Zweiten Weltkriegs in Branitz erlebte.

Ein besonderer Moment war die feierliche Einweihung des wiederhergestellten Kronenbeets mit dem „Schnucke-S“ auf der Westseite des Schlosses. Das von Rosen umrankte „S“ - ein persönliches Zeichen der Fürstin - ist in ein kunstvoll gestaltetes und acht Meter großes Blumenbeet mit den Initialen des Fürstenpaares eingebettet - finanziert von der Hans-und-Charlotte-Krull-Stiftung.

Auf der Ostseite des Schlosses wurden das restaurierte Muschelbeet sowie die Korallenständer mit sogenannten Mördermuscheln enthüllt - finanziert vom Verein „Fürst Pückler in Branitz“.

Diese aufwändigen und symbolisch aufgeladenen Gestaltungselemente zeugen nach über 100 Jahren wieder von der einstigen gärtnerischen Pracht des Pleasureground, den die Fürstin Lucie Pückler ab 1846 maßgeblich mitentwickelte.

Auch die Museumsshops in Branitz sind ganz auf Fürst Lucie eingestellt: Angeboten werden neben dem gerade erschienenen Buch von Dagmar von Gersdorff „Alle Schönheit, aller Zauber. Lucie und Hermann von Pückler“ (Insel Verlag), der Jahrgangssekt „Fürstin Lucie Pückler “ (Weingut Gutshaus Schorbus), der Gin „Fürstin-Lucie-Pückler“ (Spreewitz Gin) und die Bergamotte-Kräutertee-Mischung „Fürstin Lucie“ (Teehaus Schöpe) sowie zahlreiche passende Artikel zum FRAUENREICH Branitz.
Am 8. Mai, dem Todestag der Fürstin, folgt die Publikation der Stiftung zum Themenjahr, „Lucie ABC“ (edition branitz), und im September die kommentierte Neuedition der „Briefe eines verstorbenen“ (Wallstein Verlag), die Lucie Pückler vor genau 200 Jahren anregte.

Auftakt des Themenjahres FRAUENREICH Branitz zum 250. Geburtstag Fürstin Lucie Pückler2026-04-09T11:46:58+02:00
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