Ausstellung zum NS-Unrecht im Hauptbahnhof beschädigt
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Ausstellung zum NS-Unrecht im Hauptbahnhof beschädigt | 04.08.2026
Am Cottbuser Hauptbahnhof wurde ein Bildschirm zerstört, der Bestandteil der Ausstellung "Cottbus: Ein Bahnhof der Erinnerung. Deportationen und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ ist. Die bislang unbekannten Täter haben das Display augenscheinlich mit einem harten Gegenstand zertrümmert. Der Bildschirm ist vollständig unbrauchbar.
„Der Bildschirm wurde offenbar gezielt mit großer Gewalt zerstört. Damit wurde ein wichtiger Bestandteil unserer Ausstellung unbrauchbar gemacht. Die Installation erinnert an Menschen, die von Cottbus aus deportiert wurden und unter der nationalsozialistischen Verfolgung leiden mussten. Ein solcher Angriff trifft deshalb weit mehr als ein technisches Gerät. Wir hoffen, dass die Tat schnell aufgeklärt wird“, sagt Heide Schinowsky, Geschäftsführerin des Menschenrechtszentrums Cottbus.
Zu den Hintergründen und zum Motiv ist aktuell noch nichts bekannt. Offen ist auch, ob die Beschädigung mit früheren rechtsgerichteten Angriffen in Zusammenhang steht. Wegen des Tatorts im Bahnhof hat die Bundespolizei die Ermittlungen aufgenommen.
Die Ausstellung auf dem Bahnhofsvorplatz und im Hauptbahnhof läuft noch bis zum 30. August 2026. Anschließend wird sie bis Jahresende vor und im Menschenrechtszentrum in Cottbus zu sehen sein.
Foto: Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.


