Cottbuser Patienten erhalten Rettungsdienst-Rechnung

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Cottbuser Patienten erhalten Rettungsdienst-Rechnung| 19.03.2026

Die Stadt Cottbus/Chóśebuz sieht sich gezwungen, erstmals Gebührenbescheide für Einsätze des Rettungsdienstes direkt an die Bürgerinnen und Bürger zu versenden. Betroffen sind in diesem ersten Schritt ca. 1.000 Patientinnen und Patienten, die im Januar 2025 Leistungen des Rettungsdienstes in Anspruch genommen haben. Üblicherweise begleichen die jeweiligen Krankenkassen diese Kosten, deren Höhe in einer Satzung geregelt sind. Bislang weigern sich die Krankenkassen jedoch, die Zahlungen für 2025 in kompletter Höhe zu leisten. Die Patientinnen und Patienten haben mit den Bescheiden die Möglichkeit, sich das Geld direkt bei der für sie zuständige Krankenversicherung einzufordern.

Oberbürgermeister Tobias Schick: „Ich weiß, dass dieser drastische Schritt zu viel Frust und Aufwand bei den Betroffenen führen wird. Wir können jedoch nicht einfach so auf insgesamt 13 Millionen Euro allein für das Jahr 2025 verzichten, für die die Leistungen durch Rettungssanitäter und Notärzte bereits erbracht sind. Leider sind die vielen Gespräche und Abstimmungen, die wir seit Monaten führen, ins Leere gelaufen.“

Der Hauptausschuss der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung hat den Weg in nicht öffentlicher Sitzung am Mittwochabend einstimmig gebilligt. Die ersten Bescheide sollen ab dem 30.03.2026 versendet werden. Sie betreffen Einsätze des Monats Januar 2025. Pro Jahr gibt es in Cottbus/Chóśebuz zwischen 16.000 und 17.000 Einsätze des Rettungsdienstes.

Hintergrund ist ein monatelanger Streit mit den Krankenkassen um die Leistungen, die Zahlungen sowie die zugrundeliegende Kalkulation. Das Problem treibt alle Landkreise und kreisfreien Städte in Brandenburg um. Die Stadt Cottbus/Chóśebuz hatte dabei ähnlich wie der Landkreis Dahme-Spreewald eine Kalkulation herangezogen, die von den Krankenkassen empfohlen worden war. Die Krankenkassen hatten überdies keinen Einspruch gegen die entsprechende Satzung geltend gemacht, die im Mai 2025 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden ist. Zuletzt hatten die Krankenkassen in einem Schreiben mitgeteilt, dass sie ca. 80 Prozent der angefallenen Kosten anerkennen. Damit bliebe für die Stadt Cottbus/Chóśebuz noch immer eine Finanzierungslücke von etwa 2,5 Millionen Euro. Das Geld fehlt im Haushalt für Ausstattung und Betrieb des Rettungsdienstes.

Cottbuser Patienten erhalten Rettungsdienst-Rechnung2026-03-19T14:51:18+01:00

Aggressiver Mann in Cottbus

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Aggressiver Mann in Cottbus| 19.03.2026

Anwohner meldeten der Polizei am Mittwochabend einen Mann an der Thiemstraße, der durch Fußtritte eine Werbetafel beschädigt hatte. Hinzugerufene Polizisten konnten den alkoholisierten 34-Jährigen in der Nähe der Europakreuzung feststellen, neben einer Werbetafeln hatte er auch eine Leitbake beschädigt. Polizisten leiteten ein entsprechendes Strafverfahren gegen ihn ein. Der Mann erhielt einen Platzverweis, welchem er auch nachkam.

Aggressiver Mann in Cottbus2026-03-19T13:19:51+01:00

Tourismusboom in Guben

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Tourismusboom in Guben| 19.03.2026

Die aktuellen Tourismuszahlen für 2025 zeigen eine sehr erfreuliche Entwicklung für Guben. Nach den veröffentlichten Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg konnte unsere Stadt bei den Gäste- und Übernachtungszahlen deutlich zulegen und neue Bestmarken erreichen. Im Land Brandenburg bewegte sich der Tourismus im Jahr 2025 mit 5,4 Millionen Gästen und 14,3 Millionen Übernachtungen insgesamt weiterhin auf hohem Niveau. Auch Guben konnte diese posi- tive Entwicklung für sich nutzen und als nördlichste Destination des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland ein starkes Wachstum verzeichnen. Die Zahl der Gäste stieg im Jahr 2025 um 10,9 Prozent auf 10.284. Im Vorjahr waren es 9.271 Gäste. Damit wurde in Guben erstmals die Marke von 10.000 Gästen überschritten. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 mit 8.769 Gästen entspricht das einem Zuwachs von 17,3 Prozent. Noch stärker fiel die Entwicklung bei den Übernachtungen aus. Diese stiegen 2025 um 35,3 Pro- zent auf 22.127, nachdem im Jahr 2024 noch 16.365 Übernachtungen gezählt wurden. Gegenüber dem Jahr 2019 mit 13.284 Übernachtungen ergibt sich sogar ein Plus von 66,6 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer deutlich auf 2,2 Nächte pro Gast. Im Jahr 2024 lag dieser Wert noch bei 1,8 Nächten, 2019 bei 1,5 Nächten. Auch im Vergleich zu anderen Mittelzentren im Landkreis Spree-Neiße kann sich Guben sehen las- sen. Spremberg lag 2025 mit 17.326 Gästen und 36.210 Übernachtungen zwar weiterhin vor Guben, Forst (Lausitz) verzeichnete hingegen 3.358 Gäste und 6.297 Übernachtungen

Tourismusboom in Guben2026-03-19T10:12:12+01:00

Kind rennt vor Auto

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Kind rennt vor Auto| 18.03.2026

Kurz vor 16:00 Uhr ist dem Cottbuser Rettungsdienst und der Polizei gestern ein Verkehrsunfall auf der Sielower Chaussee gemeldet worden. Ein zweijähriges Kleinkind hatte sich von der Hand eines Elternteiles gelöst und war auf die Fahrbahn gerannt. Ein FORD-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren, sodass es zum Zusammenstoß kam. Das Kind erlitt nach ersten Erkenntnissen leichte Verletzungen, zur eingehenden Untersuchung wurde es dennoch in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wurde in diesem Fall auf etwa 500 Euro geschätzt.

Kind rennt vor Auto2026-03-18T15:13:03+01:00

Baustart für den Radweg auf der Seeachse zum Ostsee

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Baustart für den Radweg auf der Seeachse zum Ostsee| 17.03.2026

Für den Geh- und Radweg auf der Seeachse wird jetzt das Baufeld freigemacht. Dabei schließen die Abbruch- und Entsorgungsarbeiten an die bereits erfolgten Rodungsarbeiten an.

Da sich dieser Bauabschnitt auf einer ehemaligen Gleisanlage der Deutschen Bahn befindet, sind zum Teil noch vollständige Abschnitte von Gleisanlagen vorzufinden. Die Baufeldfreimachung umfasst alle Arbeiten zur Beräumung, Entsorgung und Vorbereitung des Baufeldes für den Wegebau. Wesentliche Grundsätze sind die Trennung nach Materialarten, die Ressourcenschonung und die rechtskonforme Entsorgung sämtlicher Stoffe. Im Bereich des künftiges Weges wird das Gelände innerhalb der Maßnahme zur Baufeldfreimachung profiliert. Es werden Schwellen, Weichen, Con-tainer, ein kleines noch vorhandenes Gleisnebengebäude, Kabel, Leuchten u.a. beräumt. Alle Arbeiten finden nur innerhalb eines 10-Meter-Korridors statt, zzgl. des Bereiches für das geplante Kunstprojekt.

Parallel zur Baufeldfreimachung erfolgt die dem Bauvorhaben zugehörige Ausgleichsmaßnahme der Entsiegelung der restlichen Gewächshausbodenplatten im denkmalgeschützten Branitzer Außenpark der Neuen Branitzer Baumuniversität der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM).

Die Ausschreibung für das abschließende Los 3 für den Wegebau inkl. Beleuchtung und Ausstattung ist noch nicht abgeschlossen und befindet sich noch in de Auswertung. An dieser haben sich 6 Firmen beteiligt. Eine Bezuschlagung ist bis Ende März vorgesehen. Die Arbeiten schließen etwa Ende April an die bis dahin abgeschlossene Baufeldfreimachung an.

Der in der Regel 5 Meter breite, getrennt geführte ca. 1,8 Kilometer lange Geh- und Radweg erhält eine glatte aufgehellte Asphaltoberfläche ohne seitliche Einfassung. Unter Berücksichtigung von maßgeblichen bautechnologischen Randbedingungen sowie den besonderen örtlichen Zwangspunkten ist für diesen eine mineralische, hydraulisch gebundene Tragschicht vorgesehen.

Im Knotenpunkt Merzdorfer Bahnhofstraße/Dissenchener Schulstraße (L 50) müssen im Einmündungsbereich Anpassungsarbeiten vorgenommen werden. Sowohl an der Merzdorfer Bahnhofstraße als auch an der Dissenchener Straße sind behindertengerechte Überwege vorgesehen.

Die Berücksichtigung von besonderen Bäumen bzw. Gleisanlagen im Verlauf der Seeachse sind geprägt von 3 „Gleisinseln“ als besondere Orte auf der Strecke, wobei sich der Weg aufteilt in 2 bzw. 3 Meter Breite. Die Stirnseiten der Gleisinseln werden mit sitzhohen Cortenstahl-Elementen gefasst und räumlich verklammert. Die Fläche der Gleisinsel wird zum Weg hin mit einem Cortenstahlband abgegrenzt.

Neben der Beleuchtung des Weges mit Lichtmasten sowie einer Akzentuierung der Gleisinseln mit Objektlicht an den Stirnseiten erfolgt auch, abgestimmt mit dem bauzeitlichen Ablauf, die Errichtung des mit dem Förderprojekt verbundenen Kunstprojektes „Aus der Spur“.

Die Fertigstellung wird bis Ende 2026 angestrebt. Das Vorhaben erhält Zuwendungen vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Rahmen der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland.

Baustart für den Radweg auf der Seeachse zum Ostsee2026-03-17T15:17:52+01:00

Bau des Sandower Teils der Seeachse unter Vollsperrung

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Bau des Sandower Teils der Seeachse unter Vollsperrung| 17.03.2026

Baubeginn für die Seeachse in Sandow: In einem ersten Abschnitt erfolgt der Ausbau der Dissen-chener Straße zwischen dem Knotenpunkt Sandower Hauptstraße/Muskauer Straße und der Aufweitung Knotenpunkt Stadtring unter Vollsperrung.

Der Baubeginn ist am 13.04.2026, das geplante Bauende der Gesamtmaßnahme ist für Dezember 2026 eingetaktet.

Die vorhandenen gebundenen Befestigungen und Einfassungen werden vollständig zurückgebaut und verwertet. Die seitlichen Grünflächen werden als offene Versickerungsmulden ausgebildet. Zudem erfolgen die vollständige Neuerrichtung der Straßenbeleuchtung sowie der Bau von zwei barrierefreien Bushaltestellen mit Wetterschutzeinrichtungen.

Im Zuge der Maßnahme erneuert die LWG Trinkwasserleitungen einschließlich Hausanschlussleitungen, saniert den Mischwassersammler und baut die Regenwasserleitung zurück. Weiterhin werden Nieder- und Mittelspannungskabel durch die Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH neu verlegt.

Am Knotenpunkt Peitzer Straße/Hans-Beimler-Straße, der als Unfallschwerpunkt bekannt ist, wird die bestehende Fußgängerlichtsignalanlage zunächst zurückgebaut. Er wird zukünftig über eine neue Ampelanlage komplett signalisiert. Im Zuge der Baumaßnahme werden Neupflanzungen von insgesamt 53 hochstämmigen Bäumen als Nachhaltigkeitsallee in drei Baumarten (Kleinkronige Winterlinde, Resista Ulme, Feldahorn) vorgenommen. Dies erfolgt als Ersatzpflanzung für 7 Baumfällungen.

Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt durch Zuwendungen des Landes Brandenburg über die Bund/Länder-Programme „Stadtumbau / Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Aufwertung“ sowie mit Eigenmitteln der Stadt Cottbus. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf ca. 2,9 Millionen Euro.

Bau des Sandower Teils der Seeachse unter Vollsperrung2026-03-17T15:16:39+01:00

Schilder beschmiert

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Schilder beschmiert | 17.03.2026

Nach mehreren Zeugenhinweisen sind Polizeibeamte am Montagnachmittag zur Elisabeth-Wolf-Straße, in Cottbus-Sandow, gerufen worden. Unbekannte hatten in den vergangenen Tagen mehrere Beschilderungen an der Spreemeile mit rassistischen Äußerungen beschmiert. Die Beamten sicherten Spuren vor Ort und veranlassten die Entfernung, der Staatschutz hat inzwischen die weiteren Ermittlungen

Schilder beschmiert2026-03-17T13:11:28+01:00

Kein Streik im ÖPNV Brandenburg

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Kein Streik im ÖPNV Brandenburg | 17.03.2026

Im Öffentlichen Personennahverkehr in Brandenburg wird am 19. März 2026 nicht gestreikt. Dies hat die Tarifkommission in einer Sitzung am gestrigen Montag entschieden. Zwar sieht die Tarifkommission das aktuelle Angebot des Arbeitgebers als nicht ausreichend an. Auch mit Blick auf die Belastung der Fahrgäste durch einen Streik, will sie jedoch zunächst einer Einigung am Verhandlungstisch eine Chance geben. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 27. März 2026 statt.

Kein Streik im ÖPNV Brandenburg2026-03-17T10:41:14+01:00

Warnstreik bei ALBA Cottbus und ALBA-Lausitz

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Warnstreik bei ALBA Cottbus und ALBA-Lausitz| 17.03.2026

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der ALBA Cottbus und der ALBA Lausitz am Dienstag, den 17. März 2026, ganztägig zum Streik auf. Zuvor war die dritte Verhandlungsrunde zwischen ver.di und der Geschäftsführung der ALBA Cottbus und der ALBA Lausitz ergebnislos beendet worden. Die ver.di-Tarifkommission ist der Geschäftsführung bereits bei der Laufzeit des Tarifvertrags, der geforderten Entgelterhöhung und weiteren Forderungsbestandteilen entgegengekommen. Die Geschäftsführung beharrt jedoch nach wie vor auf einem Angebot, das dem Nachholbedarf bei den Löhnen nicht annähernd gerecht wird und keinerlei Wertschätzung für die tagtägliche Arbeit der Kolleginnen und Kollegen zeigt.

Vor diesem Hintergrund erhöhen die Beschäftigten jetzt vor der vierten Verhandlungsrunde am Donnerstag, 19. März, noch mal den Druck auf die Geschäftsführung durch einen eintägigen Warnstreik. Durch den Streik ist mit Einschränkungen bei der Müllabfuhr, Ausfällen oder Verzögerungen bei der Abfallentsorgung und der Straßenreinigung, Schließungen von Wertstoff- und Recyclinghöfen, Verschiebungen von Sperrmüll- und Sonderabfuhrterminen sowie mit Einschränkungen im Kundenservice und in der Verwaltung zu rechnen.

„Mit dem Streik zeigen die Beschäftigten, wie wichtig ihre Arbeit ist und dass sie allmählich die Geduld mit der Geschäftsführung verlieren. Sie machen deutlich, dass sie hinter der Forderung der Tarifkommission stehen. Wir hoffen, dass die Geschäftsführung das Signal versteht und ihr Angebot bei der nächsten Verhandlung deutlich verbessert“, erklärt der ver.di-Gewerkschaftssekretär Lion Bintz.

Bei der ALBA Cottbus und der ALBA Lausitz handelt sich um zwei eigenständige GmbHs, bei denen bereits in der Vergangenheit gemeinsam Tarifverhandlungen geführt wurden. Die Unternehmen beschäftigen gemeinsam rund 220 Mitarbeitende in den verschiedenen GmbHs und Standorten.

Zu Beginn der Tarifrunde haben die Beschäftigten im Rahmen einer breit angelegten Befragung die folgenden Forderungen aufgestellt:

  • 500,00 Euro mehr im Monat
  • Eine monatliche Schichtzulage in Höhe von 100,00 Euro
  • Zulagen für Samstagsarbeit ab Arbeitsbeginn

Es gibt am Dienstagmorgen von 6:00 Uhr bis 10:00 Uhr einen Streikposten vor der ALBA-Zentrale in der Dissenchener Str. und einen kleineren Streikposten an der Niederlassung in Lübben.

Warnstreik bei ALBA Cottbus und ALBA-Lausitz2026-03-17T10:39:46+01:00

Streik am Flughafen BER

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Streik am Flughafen BER| 17.03.2026

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten am Flughafen Berlin Brandenburg für den 18. März 2026 , zum Warnstreik auf. Hintergrund ist die Blockadehaltung der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen.

In der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, das die Tarifkommission als nicht-verhandlungsfähig zurückgewiesen hat. Das Angebot sieht folgende Schritte vor:

  • März bis Juni 2026: 0 %
  • ab Juli 2026: 1 %
  • ab Juli 2027: 1,5 %
  • ab Mai 2028: 1 %
  • Laufzeit bis 31. Dezember 2028

Damit ergibt sich über den gesamten Zeitraum gerechnet nur rund ein Prozent Lohnsteigerung pro Jahr. Angesichts der Preisentwicklung bedeutet dieses Angebot für die Beschäftigten einen deutlichen Reallohnverlust.

„Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch. Wer den Beschäftigten über mehrere Jahre hinweg praktisch nur ein Prozent mehr Lohn pro Jahr anbietet, während die Lebenshaltungskosten steigen, zeigt keinerlei Wertschätzung für ihre Arbeit“ erklärt der ver.di Verhandlungsführer Holger Rößler.

Zusätzlich stellte die Arbeitgeberseite tarifliche Vorteilsregelungen für ver.di-Mitglieder offen in Frage und weigerten sich, den Ausbildungstarifvertrag neu zu verhandeln und wieder in Kraft zu setzen. Dieser hatte sich in der Vergangenheit als Instrument zur Sicherung einer guten Ausbildung am BER bewährt.

Aus Sicht von ver.di zeigt das Verhalten der Arbeitgeber deutlich, dass ohne Druck keine Bewegung zu erwarten ist. Der Streik am 18. März ist daher eine direkte Konsequenz der Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.

„Die Beschäftigten am BER halten den Flughafenbetrieb täglich am Laufen. Sie verdienen Respekt – und einen Tarifabschluss, der ihre Arbeit anerkennt“, so Rößler abschließend

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März angesetzt. ver.di erwartet von den Arbeitgebern bis dahin ein deutlich verbessertes Angebot.

Streik am Flughafen BER2026-03-17T10:37:40+01:00
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