Der Kreisfeuerwehrverband Spree Neiße e.V., der Landkreis Spree Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa, die Stadt Forst (Lausitz)/Baršć (Łužyca) und das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium haben eine neue Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die das Wahlpflichtfach „Chemie – Feuerwehr macht Schule“ ab dem Schuljahr 2026/2027 langfristig absichert. Das Projekt verbindet schulische Bildung mit praktischer Ausbildung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehren im Landkreis. Das Wahlpflichtfach ist derzeit an vier Schulen in Spree-Neiße verankert – in Spremberg/Grodk, Guben, Kolkwitz/Gołkojce und Forst (Lausitz)/Baršć (Łužyca). Damit entsteht ein flächendeckendes Bildungsangebot, das Jugendlichen im gesamten Kreisgebiet den Zugang zur Feuerwehr ermöglicht und sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 richtet, um praxisnahe Inhalte zu vermitteln. Hierzu zählen die Bereiche Brandbekämpfung und Löschtechnik, Technische Hilfeleistung, Erste Hilfe, Verhalten in Gefahrensituationen und der Umgang mit Feuerwehrausrüstung. Die Jugendlichen absolvieren dabei wesentliche Inhalte der Truppmann-/ Truppfrauausbildung bereits in der Schule und werden frühzeitig an das Ehrenamt Feuerwehr herangeführt. Zentrale Ziele der Kooperation sind die Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehren, die Vermittlung praktischer Fähigkeiten und technischer Kompetenzen, die Förderung sozialen Engagements sowie die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Ortsfeuerwehren als auch der Aufbau eines einheitlichen, landkreisweiten Ausbildungsstandards. Robert Buder, Vorstandsvorsitzender Kreisfeuerwehrverband Spree Neiße e.V.: „Die Feuerwehren retten, löschen und helfen in jeder Notlage. Entscheidungen müssen oft in wenigen Minuten getroffen werden – verantwortungsvoll, professionell und unter Druck. Genau diese Haltung vermitteln wir den Jugendlichen. Das Projekt ist ein Erfolgsmodell, das seitens des Landes Brandenburg weiterhin Unterstützung benötigt. Während unsere Einsatzkräfte täglich schnelle Entscheidungen treffen müssen, diskutiert die Politik seit über einem Jahr über finanzielle Unterstützung. Wir brauchen hier klare Signale und Verlässlichkeit.“ Dieser Wunsch wird durch Landrat Harald Altekrüger unterstützt. Gleichzeitig ergänzt er: „Der Kreistag des Landkreises hat im Jahr 2023 entschieden, dass zur Koordination des Wahlpflichtfaches Feuerwehr eine zusätzliche Stelle in der Kreisverwaltung geschaffen wird. Diese Entscheidung hat dazu geführt, dass es nunmehr möglich ist, dass eine vierte Schule das Wahlpflichtfach anbieten kann. Darüber hinaus ist es an der Zeit, dass seitens des Landes die angekündigte finanzielle Unterstützung umgesetzt wird.“