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Innovative Lösungen für die Gesundheitsversorgung bei Waldbränden | 12.06.2026
Ein neues Forschungsprojekt in der Lausitz soll die Gesundheitsversorgung bei Waldbränden und Krisen sichern: Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) startet gemeinsam mit Airbus Helicopters und der BTU Cottbus-Senftenberg ein Vorhaben zur Verbesserung der Gesundheitslogistik in Extremsituationen. Die Vereinbarung wurde auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin unterzeichnet.
Im Fokus steht die Frage, wie medizinische Versorgung auch dann zuverlässig funktioniert, wenn Waldbrände Straßen blockieren, Evakuierungen notwendig sind und Kliniken zusätzlich belastet werden. Ziel ist die Entwicklung digitaler Lösungen, die die Versorgungssicherheit erhöhen und die Widerstandsfähigkeit der regionalen Strukturen stärken.
Kern des Projekts ist eine digitale Simulation, die Auswirkungen großflächiger Waldbrände auf die Gesundheitslogistik und die Erreichbarkeit von Krankenhäusern in der Lausitz abbildet. Untersucht wird unter anderem, wie sich Straßensperrungen und Evakuierungen auf den Zugang zu Notfallversorgung auswirken und wie medizinische Güter in Krisen schnell und sicher transportiert werden können.
Die MUL-CT bringt ihre Expertise in Gesundheitsversorgung, Versorgungsforschung und Digitalisierung ein. Die Ergebnisse sollen in eine digitale Plattform für die Modellregion Gesundheit Lausitz einfließen, die Gesundheits-, Mobilitäts- und Umweltdaten verknüpft, um die Versorgung künftig besser zu planen und zu steuern.
Auch das Land Brandenburg sieht großen Handlungsbedarf: Als besonders von Waldbränden betroffenes Bundesland müsse die Versorgungssicherheit von Krankenhäusern auch bei blockierten Transportwegen gewährleistet werden, so das Innenministerium.
Die BTU Cottbus-Senftenberg beteiligt sich mit Forschung zu unbemannten Luftfahrzeugen, etwa zur Waldbranderkennung und Lageverfolgung. Dabei sollen unter anderem optimierte Flugrouten entwickelt werden. Airbus Helicopters bringt seine Erfahrung aus dem internationalen „LifeSaver“-Programm ein, das bereits in Katastrophenszenarien zur Sicherung medizinischer Lieferketten eingesetzt wurde.
Das Projekt ist Teil des Innovationsökosystems „LifeSaver Lausitz“, das seit Februar 2026 besteht. Ziel ist es, digitale Technologien und neue Mobilitätslösungen für eine krisenfeste Gesundheitsversorgung zu entwickeln und die Lausitz als Modellregion zu stärken. Der Projektstart ist für September 2026 geplant.
Symbolbild


