Das Foto zeigt das Logo der LEAG und im Hintergrund das Kraftwerk Jänschwalde unscharf.

Beitrag teilen:

Beitrag teilen:

LEAG bewirbt sich mit mehreren Kraftwerksprojekten für Zukunftskraftwerke | 09.09.2026

Die LEAG hat sich mit mehreren Erdgas-Kraftwerksprojekten an der ersten Ausschreibungsrunde für Zukunftskraftwerke nach dem Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (Strom-VKG) beteiligt. Die Einreichfrist endete in der Nacht zum 9. September 2026, nun prüft die Bundesnetzagentur alle eingegangenen Gebote.
Mit dem im Juli 2026 in Kraft getretenen Strom-VKG hat die Bundesregierung die rechtliche Grundlage für den Bau neuer, steuerbarer Kraftwerkskapazitäten geschaffen. Ziel ist es, die Stromversorgungssicherheit nach dem Kohleausstieg zu gewährleisten und Erneuerbare Energien sinnvoll zu ergänzen.
Bis zum 3. November 2026 will die Bundesnetzagentur die Bewertung abschließen und die Zuschläge veröffentlichen.
LEAG-CEO Adi Roesch betonte, das Unternehmen wolle auch nach dem Kohleausstieg relevanter Kraftwerksbetreiber bleiben – für Versorgungssicherheit, Wertschöpfung und Beschäftigung in Ostdeutschland. Der Bau neuer Gaskraftwerke sei das notwendige technologische Back-Up, um Erneuerbare Energien und Batteriespeicher im geplanten Konzept „GigawattFactory“ intelligent zu ergänzen.
Die LEAG habe sich mit mehreren Projekten an Standorten in der Lausitz sowie in Mittel- und Süddeutschland beworben. Konkret genannt wurden die Kraftwerksstandorte Jänschwalde, Boxberg, Schwarze Pumpe und Lippendorf.
Im Vorfeld hatte sich die LEAG gemeinsam mit anderen Erzeugern im netztechnischen Norden und Osten für gerechte Wettbewerbsbedingungen eingesetzt. Das Aussetzen des sogenannten „Südbonus“ für ein Drittel der ausgeschriebenen Gesamtkapazität soll verhindern, dass der Energie- und Industriestandort Ostdeutschland benachteiligt wird.
Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen kann die LEAG laut eigener Aussage bis zur offiziellen Bekanntgabe der Zuschläge durch die Bundesnetzagentur keine weiteren Details zu den eingereichten Projekten nennen.
Symbolbild/Archiv