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Freie Fahrt für die neue Verbindung!| 19.08.2026
Die neue Verbindung der Bundesstraßen B 168 und B 97 mit der Autobahn A 15 bei Cottbus/Chóśebuz ist vollständig für den Verkehr freigegeben. Stefan Schnorr, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach, Oberbürgermeister Tobias Schick und Mike Koehler, Vorsitzender des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg, eröffneten die rund 8,2 Kilometer lange Strecke am Mittwoch, 19. August 2026. Sie führt den überörtlichen Verkehr an der Cottbuser Innenstadt vorbei und bindet die Oder-Lausitz-Straße an die A 15 an.
Die Gesamtmaßnahme umfasst den rund 6,9 Kilometer langen zweiten Verkehrsabschnitt der Ortsumgehung und eine etwa 1,3 Kilometer lange Netzergänzung der B 97. Nach gut fünf Jahren Bauzeit ist die Verbindung vom Knotenpunkt Landesstraße L 49/B 168 bis zur A 15 damit fertiggestellt. Ein großer Teil der Strecke in Richtung Forst (Lausitz)/Baršć (Łužyca) war bereits am 28. August 2025 freigegeben worden.
Nach der Verkehrsfreigabe stehen noch einzelne Restarbeiten an und die Baustelleneinrichtung wird zurückgebaut. Die Arbeiten finden außerhalb der Fahrbahn statt. Verkehrseinschränkungen entstehen dadurch nicht.
Stefan Schnorr, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr: „Mit der Ortsumgehung Cottbus wird heute ein großes Infrastrukturprojekt vollendet, das für die Zukunft der Stadt und der gesamten Region herausragende Bedeutung hat. Der Bund hat hier mit über 80 Millionen Euro erhebliche Strukturstärkungsmittel für die vom Braunkohleausstieg betroffenen Regionen eingesetzt. Auf den Abschluss der Ortsumgehung mit dem Anschluss an die A 15 haben die Stadt und die Region lange gewartet. Umso erfreulicher ist, dass heute ein Stück Strukturwandel in Betrieb geht.“
Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Mit der Fertigstellung der Ortsumgehung wird die Vernetzung des Oberzentrums Cottbus und der Lausitz mit dem Bundesfernstraßennetz erheblich verbessert. Diese Straße wird die Region in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus noch weiter voranbringen, denn eine Lücke im regionalen Straßennetz wird geschlossen. Darüber hinaus reduziert die Ortsumgehung die verkehrliche Belastung der Innenstadt. Das schont die Einwohnerinnen und Einwohner von Cottbus und reduziert das Unfallrisiko. Unserem Landesbetrieb Straßenwesen danke ich für seine Arbeit. Dieses Vorhaben war eines seiner größten in den zurückliegenden Jahren. Dem Bund danke ich für sein Engagement hier in der Lausitz. Ich sehe darin ein wichtiges Zeichen an die Menschen dieser Region, dass der Strukturwandel - bei allen Herausforderungen - gelingen wird.“
Tobias Schick, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus: „Mein erster Dank gilt den Anwohnerinnen und Anwohnern in unseren Ortsteilen Kahren, Kiekebusch und Branitz für ihre Leidensfähigkeit, ihre Geduld und ihr Verständnis, die den mal mehr und mal weniger umgeleiteten Verkehr ertragen mussten. Wichtig bleibt, weitere Belastungen von den Ortsteilen fernzuhalten oder auszugleichen. Mein Dank gilt allen weiteren Beteiligten, dass der Bau im Zeitrahmen erledigt worden ist, und so jetzt Entlastung für den Verkehr im Stadtgebiet möglich wird. Mit dem weiteren Ausbau der Ortsumfahrung wartet noch viel Arbeit."
Mike Koehler, Vorsitzender des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg: „Auf 8,2 Kilometern sind drei Knotenpunkte und zwölf Ingenieurbauwerke entstanden. Dazu gehören Straßenbrücken, eine Faunabrücke und Durchlässe für Wildtiere. Zusatzfahrstreifen bieten weitere Überholmöglichkeiten. Mit der neuen Anschlussstelle Cottbus-Ost steht nun eine durchgehende Verbindung zur A 15 zur Verfügung. Eine Teamleistung, auf die ich sehr stolz bin. “
Die B 97 ist Teil der Oder-Lausitz-Straße. Diese verbindet Frankfurt (Oder), Eisenhüttenstadt und Guben mit Cottbus/Chóśebuz und dem Raum Bautzen–Görlitz–Hoyerswerda. Im Norden besteht eine Verbindung zur A 12. Über die neue Anschlussstelle Cottbus-Ost ist die Strecke nun an die A 15 und damit an die A 13 angebunden.
Die Baukosten belaufen sich nach aktuellem Stand auf rund 86,2 Millionen Euro. Das Vorhaben wird vollständig aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen finanziert.
Der erste Verkehrsabschnitt der Ortsumgehung wurde bereits 2012 fertiggestellt. Der dritte Verkehrsabschnitt soll die Ortsumgehung von der südlichen B 97 bis zur A 15 fortführen. Die Planungen laufen.


