Eine historische Laterne steht im Branitzer Park

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Branitzer Kandelaber erstrahlen wieder| 30.07.2026

Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz SFPM) vollendet ein bedeutendes Restaurierungs- und Wiederherstellungsprojekt. Die zwei historischen Schinkel-Kandelaber der westlichen Schlossterrasse haben durch die Wiederherstellung ihrer markanten historischen Laternenaufsätze und ihres reich verzierten Postaments ihr ursprüngliches Gesicht zurückerhalten. Gleichzeitig wurden die Originalfragmente der Laternenaufsätze, die sich um Eigentum der Erbengemeinschaft Pückler befinden, restauriert.
Die zwei klassizistischen Terrakotta-Kandelaber entstanden um 1830 in der renommierte Berliner Tonwarenfabrik von Tobias Feilner nach Entwürfen des berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel. Die bildhauerische Ausführung ab 1824 geht auf den Bildhauer Ludwig Wichmann zurück. Zusammen mit dem Umzug des Fürstenpaars von Muskau nach Branitz gelangten die Meisterwerke in den Branitzer Park. Es war der Obergärtner Terscheck, der im Sommer 1850 den gestalterischen Vorschlag einbrachte, die beiden Kandelaber direkt an der Freitreppe auf der Westseite des Schlosses aufzustellen.
Während die originalen Terrakotta-Körper die Zeit überdauerten, einer ist heute im Besucherzentrum ausgestellt, der andere befand sich in Fragmenten im Depot, ging der historische Laternenaufsatz im Laufe des 20. Jahrhunderts verloren. Bereits 1994 wurden witterungsbeständige Kopien für den Außenbereich angefertigt. Doch die charakteristischen, schmiedeeisernen Lampenaufsätze fehlten bislang.
Auf Basis historischer Fotografien sowie exakter Archivaufmaße wurden die fünfeckigen Laternenaufsätze originalgetreu wiederhergestellt. Mit einer Höhe von vier Metern und einem Gewicht von über 300 Kilogramm spiegeln die Kandelaber von Branitz präzise die historische Gestalt um 1850 wider, als Fürst Pückler sie zum besonderen Schmuck des Pleasureground aufstellen und beleuchten ließ.