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50 Millionen Euro für Spitzenforschung| 15.10.2026
Aus exzellenter Forschung sollen konkrete Technologien, Unternehmen und Arbeitsplätze für die Region entstehen: Mit diesem Anspruch startet das Energie-Innovationszentrum (EIZ) der BTU Cottbus-Senftenberg in seine zweite fünfjährige Förderphase. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat dafür Förderbescheide über rund 50 Millionen Euro erteilt, die zwei Stränge stützen. Das EIZ baut seine exzellente Grundlagenforschung weiter aus und etabliert sich als international sichtbares Forschungszentrum für sektorengekoppelte Energiesysteme. Zugleich intensiviert es den Transfer marktfähiger Produkte und Technologien in die Anwendung.
Strom, Wärme und Verkehr wachsen zunehmend zusammen. Seit der Gründung 2022 erforschen mehr als 100 Wissenschaftler*innen aus über 20 Nationen in fünf eng vernetzten Laboren, wie sich diese Sektoren intelligent koppeln lassen – etwa um überschüssigen Wind- und Solarstrom zum Heizen, zum Laden von Elektrofahrzeugen oder zur Herstellung von Wasserstoff zu nutzen, statt ihn abzuregeln. Die Laborinfrastruktur konnte in der ersten Förderphase dank einer Förderung des Landes Brandenburg durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) aufgebaut werden. In der zweiten Phase kommt neben der Forschung die Überführung in den Markt hinzu: Gemeinsam mit 19 Partnereinrichtungen aus der regionalen und nationalen Energiewirtschaft entwickelt das EIZ Demonstratoren und marktfähige Lösungen für die Lausitz.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sagt: „Die Lausitz hat über Jahrzehnte einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung Deutschlands geleistet. Jetzt geht es darum, der Region neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen. Im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes investieren wir deshalb gezielt in Forschung und Innovation als Motoren des Strukturwandels. Das Energie-Innovationszentrum zeigt, wie das gelingen kann: Hier wird Spitzenforschung mit dem Transfer in marktfähige Technologien verbunden. So schaffen wir die Voraussetzungen für neue Unternehmen, qualifizierte Arbeitsplätze und nachhaltige Wertschöpfung in der Lausitz.“
„Über Generationen hat die Lausitz Energie für unser Land geschaffen – jetzt gestaltet sie die Energiezukunft. Mit exzellenter Wissenschaft, Innovationen und neuen Perspektiven für die Menschen vor Ort. Das Energie-Innovationszentrum zeigt, wie wir diese Chance nutzen: Hier wird an den Energielösungen von morgen geforscht. So wird aus Forschung Fortschritt, aus neuen Erkenntnissen wirtschaftliche Stärke, und aus Innovationen werden stabile Arbeitsplätze für die Menschen in der Lausitz“, sagt Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle.
„Ich freue mich sehr über die Bewilligung der zweiten Förderphase für das EIZ. Sie ist eine verdiente Anerkennung dessen, was an der BTU entstanden ist: ein international sichtbares Forschungszentrum, das exzellente Grundlagenforschung zu den Energiesystemen der Zukunft betreibt und konkrete Lösungen für die Energiewende entwickelt. Ich bin den beiden Projektleitern, Herrn Prof. Dr. Felix Müsgens und Herrn Prof. Dr.-Ing. Johannes Schiffer, sehr dankbar für die großartige Entwicklung des EIZ“, sagt Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der BTU Cottbus-Senftenberg. „Mit dem Energie-Innovationszentrum bringen wir an der BTU wichtige Forschungsergebnisse in die Anwendung und schaffen damit die Voraussetzungen für neue Technologien, Unternehmensgründungen und Arbeitsplätze in der Lausitz.“


