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Generalmusikdirektor verlässt das Staatstheater Cottbus| 24.06.2026
Die Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) und Generalmusikdirektor Alexander Merzyn teilen mit, dass Alexander Merzyn seine Tätigkeit als Generalmusikdirektor zum 31.Juli 2028 beenden wird.
Bereits jetzt kann er auf eine sehr erfolgreiche Zeit in dieser Funktion verweisen. Er initiierte mehrere neue Konzertreihen, unter anderem die stets ausverkauften Feierabendkonzerte sowie vielfältige Konzertangebote für Kinder und Familien: die neuen „Sandkastenkonzerte“ begeisterten in Cottbus und dem Umland in zahlreichen Kitas und Kindergärten mehr als tausend Kinder, mit Juri Tetzlaff konnte ein charismatischer und prominenter Protagonist für die Familienkonzerte gewonnen werden. Mit „mobile musiqa!“ wurde ein einzigartiges interaktives Musikangebot für die kleinsten Konzertbesucher geschaffen. Darüber hinaus setzte er mit Crossover-Formaten wie „Video Games in Concert“ und Soul-Konzerten neue programmatische Akzente und konnte damit neue Publikumsschichten für das Konzertangebot begeistern. In der nächsten Spielzeit wird das Philharmonische Orchester mit dem neuen Format „Klangstation Cottbus“ auch den Stadtraum bespielen.
Bewusst wurde auf Spielzeit-Mottos gesetzt, die deutlich machen, wie die Konzertsparte auf die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen im Land reagiert: „Deutschlands Nachbarländer“ oder „Demokratie“. Bei allen Neuerungen wurden darüber nie die Traditionen vergessen, die die künstlerische Identität des Orchesters prägen, z. B. die zyklischen Aufführungen sämtlicher Bruckner- und Mahler-Sinfonien in ganz Brandenburg. Auch im Musiktheater wurde auf eine Balance aus Innovation und Tradition gesetzt: Erst- und Uraufführungen wie „Kleider machen Leute“ oder „Effi Briest“ stehen neben Klassikern von Giacomo Puccini, Giuseppe Verdi oder Richard Wagners „Tristan und Isolde“ mit Catherine Foster.
Bei seinem Amtsantritt als kommissarischer Generalmusikdirektor im Jahr 2018 verfügte die Konzertsparte bereits über eine sehr gute Auslastung. Nach den pandemiebedingten Einschränkungen konnte dieses Niveau schon 2022 wieder erreicht und seitdem kontinuierlich gesteigert werden. Inzwischen sind im Konzertbereich des Staatstheater Cottbus etwa ein Drittel mehr Besucher zu verzeichnen als 2018. Der Mut, auch neue Wege zu gehen und Perspektiven zu verändern, wurde belohnt.


