Die Innenminister (v.l.) Georg Maier (Thüringen), Dr. Jan Redmann (Brandenburg), Christian Pegel (Mecklenburg-Vorpommern) und Armin Schuster (Sachsen) unterzeichneten die Vereinbarung zur gemeinsamen Beschaffung von Fahrzeugen und Geräten im Brand- und Katastrophenschutz am Donnerstag am Rande der Innenministerkonferenz in Hamburg. Quelle: MIK

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Vier Bundesländer kooperieren bei Beschaffungen im Brand- und Katastrophenschutz | 18.06.2026

Vier Bundesländer bündeln ihre Kräfte bei der Beschaffung im Brand- und Katastrophenschutz: Sachsen schließt sich der bestehenden Kooperation mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen an.
Am Rande der Innenministerkonferenz in Hamburg haben die Innenminister der vier Länder eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, Fahrzeuge, Geräte sowie künftig auch Dienstleistungen gemeinsam auszuschreiben und zu beschaffen.
Mit dem Beitritt Sachsens wächst die bisherige Kooperation weiter. Brandenburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern arbeiten bereits seit Jahren bei der Beschaffung im Brand- und Katastrophenschutz zusammen.
Durch die gebündelten Ausschreibungen sollen Kosten gesenkt und Verfahren vereinfacht werden. Gleichzeitig profitieren Kommunen und Feuerwehren von weniger Verwaltungsaufwand und einheitlichen Standards.
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann bezeichnete die gemeinsame Beschaffung als bewährtes Erfolgsmodell. Auch Sachsens Innenminister Armin Schuster betonte die erwarteten Skaleneffekte und Vorteile für Feuerwehren und Kommunen.
Sachsen wird sich bereits an einem neuen Beschaffungsverfahren für Drehleitern beteiligen, dessen Ausschreibung in Kürze starten soll. Im Gegenzug bringt der Freistaat seine laufende Sammelbeschaffung für Löschgruppenfahrzeuge in die Kooperation ein.
Zudem wurde vereinbart, künftig auch Dienst- und Bauleistungen gemeinsam zu vergeben. Denkbar ist beispielsweise die Planung standardisierter Musterfeuerwehrhäuser.
Brandenburg verfügt über rund 20 Jahre Erfahrung in der zentralen Beschaffung für den Brand- und Katastrophenschutz. Seit 2020 arbeitet das Land eng mit Mecklenburg-Vorpommern zusammen, Thüringen trat der Vereinbarung im April 2024 bei.
In den vergangenen Jahren wurden unter anderem 40 Drehleitern und 46 Waldbrandtanklöschfahrzeuge gemeinsam beschafft. Federführend beteiligt waren unter anderem die Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz (LSTE), der Zentraldienst der Polizei sowie das Innenministerium Brandenburg.
Die Bündelung der Ausschreibungen führte dabei zu deutlich geringeren Kosten und effizienteren Beschaffungsprozessen – ein Modell, das nun mit Sachsen weiter ausgebaut wird.
Foto: MIK Brandenburg