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Streik bei ALBA-Lausitz | 07.04.2026

Im Tarifkonflikt bei ALBA Cottbus/Lausitz verschärft sich die Lage weiter. Nach bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten für Dienstag, den 7. April 2026, erneut zum Streik auf. Hintergrund sind die Forderungen der Beschäftigten nach spürbaren Entlastungen angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten. Die Tarifkommission verlangt eine monatliche Entgelterhöhung von 500 Euro für alle Beschäftigten, eine Schichtzulage von 100 Euro sowie Zuschläge für Samstagsarbeit ab der ersten Minute. In der zweiten Verhandlungsrunde am 11. Februar 2026 legte der Arbeitgeber lediglich ein Angebot von insgesamt 2,6 Prozent Lohnerhöhung über eine Laufzeit von 24 Monaten vor. Nach Einschätzung der Gewerkschaft bedeutet dies einen Reallohnverlust für die Beschäftigten. Zudem lehnte der Arbeitgeber zentrale Forderungen wie die Schichtzulage und verbesserte Zuschläge für Samstagsarbeit ab. Die Verhandlungen wurden daraufhin ohne Ergebnis vertagt. Gleichzeitig sehen sich die Beschäftigten mit strukturellen Veränderungen konfrontiert: Ab 2027 soll die Abfallwirtschaft in Cottbus neu organisiert werden, unter anderem durch die Gründung einer öffentlich-privaten Partnerschaft. Diese Umstrukturierung sorgt für zusätzliche Unsicherheit in der Belegschaft. Die Tarifkommission macht deutlich, dass ohne spürbare Verbesserungen kein Abschluss möglich ist. Aus Sicht der Gewerkschaft ist der erneute Streik notwendig, um den Druck auf den Arbeitgeber zu erhöhen und ein verhandlungsfähiges Angebot zu erreiche