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Wäremversorgung in Spremberg ist gesichert| 23.02.2026
Die Stadtwerke Spremberg und die LEAG setzen ihre Zusammenarbeit in der Wärmeversorgung für die Stadt Spremberg fort. Beide Unternehmen haben sich auf einen Folgevertrag geeinigt, der den Wandel der Energie- und Wärmeversorgung hin zu einer klimafreundlichen Fernwärmeversorgung begleiten soll. Der Vertrag beinhaltet die Lieferung von Fernwärme aus den Kraftwerksblöcken und Hilfskesseln des Kraftwerkes Schwarze Pumpe. Zudem verständigten sich die Vertragspartner darauf, die Fernwärme bis zum Jahr 2030 sukzessive auf CO2-arme, im weiteren Verlauf auf CO2-freie Technologien umzustellen. Damit sollen die gesetzlichen Regelungen aus dem Wärmeplanungsgesetz eingehalten werden.
Der Folgevertrag wurde notwendig, da der bestehende Fernwärmeliefervertrag zum 30.04.2026 ausläuft. Die Lieferung von Fernwärme aus den Blockanlagen des Kraftwerks Schwarze Pumpe richtet sich dabei nach der hoch flexiblen Kraftwerksfahrweise. Dies bedeutet, dass an Tagen, an denen aus wirtschaftlichen Gründen keine Fernwärme aus Braunkohle zur Verfügung steht, die Wärmeversorgung mit ölbetriebenen Hilfskesseln sichergestellt wird. Hilfskessel unterstützen als ergänzende Dampferzeuger im Kraftwerk die Hauptanlagen, indem sie Dampf zum Beispiel für den Start des Kraftwerks liefern. Damit sorgen Hilfskessel für Flexibilität und Zuverlässigkeit des Gesamtsystems.
„Die erfolgreiche Einigung ist das Ergebnis einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und unseres gemeinsamen Verständnisses für die Bedeutung einer nachhaltigen und sicheren Fernwärmeversorgung. Wir setzen damit ein starkes Zeichen für die Zukunft unserer Stadt und stehen weiterhin als verlässlicher Partner an der Seite unserer Kunden“, betont Michael Schiemenz, Geschäftsführer der Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH. „Mit Blick auf die Zukunft wurde in den vergangenen Monaten ein neuer Vertrag für die Fernwärmeversorgung ab dem 01.05.2026 ausgehandelt. Die Verhandlungen waren von hohen Anforderungen und vielfältigen Interessen geprägt. Die Städtischen Werke Spremberg und die LEAG standen vor der Herausforderung, wirtschaftliche Stabilität, nachhaltige Energieversorgung und die Interessen der Kunden bestmöglich in Einklang zu bringen. Dank intensiver und konstruktiver Gespräche konnte eine zukunftsfähige Lösung gefunden werden, die allen Beteiligten Planungssicherheit gibt.“
„Wir freuen uns, die Stadtwerke Spremberg auf ihrem langfristigen Weg zu einer dekarbonisierten Wärmeversorgung unterstützen zu können“, so LEAG-Vorstandsvorsitzender Adi Roesch. „Dieser Folgevertrag ermöglicht es uns, einen Beitrag für die Versorgungssicherheit in Spremberg im Rahmen unserer flexiblen Kraftwerksfahrweise zu leisten, während wir gleichzeitig gemeinsam an Lösungen für eine klimafreundliche und wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgung arbeiten, die den politischen Vorgaben der Wärmewende Rechnung tragen. Auch in Zeiten von Umbrüchen stehen wir im engen Schulterschluss an der Seite der Kommunen und Bürger, um gemeinsam sinnvolle und für alle tragbare Ergebnisse zu erreichen.“


