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Heiratswillige zieht´s nach Burg| 21.01.2026
Auf 146 Eheschließungen im Jahr 2025 schauen die fünf Standesbeamtinnen und ein Standesbeamter zurück; das sind fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. „Seit September sind wir wieder zu sechst und konnten mehr Brautpaaren das Ja-Wort abnehmen“, berichtet Lysann Pehla, die Leiterin des Standesamtes. In den Vorjahren musste wegen des unerwarteten hohen Personalausfalls ein Terminstopp verhängt werden.
48 Trauungen fanden im Trauraum im Burger Amtsgebäude statt, 14 auf dem Steinitzhof in Drebkau/Drjowk, je fünf im Kolkwitzer bzw. Neuhausener Trauraum. Ein großes Aushängeschild des Standesamtes Burg (Spreewald) sind die zahlreichen gewidmeten Trauorte, die ganz individuelle Wünsche erfüllen. Am beliebtesten war mit 13 Hochzeiten der Trauort „Zur Alten Schule“ in Burg-Kauper; gefolgt von der „Bleiche Resort & Spa“ mit neun sowie dem „Alten Backhaus“ in Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) und dem Milanhof in Guhrow/Góry mit je acht Trauungen. Fünf Mal wurde im Annemarie-Schulz-Haus Ja gesagt, zwei Mal in der Koselmühle in Glinzig/Glinsk und einmal im Schloss Laubsdorf.
Ganzjährig heiraten liegt im Trend. Trotzdem sind vor allem die Monate Mai bis September bei den Heiratswilligen sehr beliebt. Die Trausamstage im Bereich des Amtes Burg (Spreewald) in diesem Jahr sind deshalb schon ausgebucht. Paare, die dennoch unbedingt ihren Wunschtermin in der Eheurkunde stehen haben wollten, nutzten in der Vergangenheit deshalb die „Schreibtischhochzeit“. Früh am Morgen wurden sie am Schreibtisch im Standesamt vermählt. Anschließend folgten dann am selben Tag freie oder kirchliche Trauung. 20 Mal wurde 2025 auf diese Weise geheiratet.
Gern werden auch besondere Wünsche der Brautpaare erfüllt, „in einem Umfang, der umsetzbar ist“. So sollte eine Standesbeamtin die Ringe unter einem Stuhl verstecken. Der überraschte Gast durfte diese dann zum Ringwechsel übergeben. Die Traureden, die stets individuell gehalten sind, wurden schon mit Harry-Potter-Zaubersprüchen verwoben oder auf den „Herr der Ringe“ abgestellt.
Die Brautpaare selbst gestalten die Zeremonien mit besonderen Momenten: der Sohn, der die Ringe mit dem Elektrocar zum Trautisch bringt, die Braut, die mit dem Pferd angeritten kommt, das Paar, das in wendischer Tracht heiratet, weil es anschließend zur Fastnacht geht, ein anderes, das mit dem Unimog vorfuhr oder die Braut, die ein Lied über ihre gemeinsame Geschichte geschrieben und es einsingen lassen hat.
„Die Paare glücklich zu sehen, das macht unseren Beruf aus“, sagt Standesbeamter Thomas Städter.
Neben den 146 Trauungen gab es 2025 sieben Nachbeurkundungen für Ehen, die im Ausland geschlossen wurden; in den USA (z. B. Las Vegas), in der Ukraine, in Dänemark, in Griechenland und in Dubai.


